Kleine Krokodile und große Schildkröten
Nach den kühlen Nächten in der Masai Mara, genoss ich die schwül warme Luft im Garten des Boko Boko. Auch wenn der August eher
zu den kälteren Monaten in Kenya zählt, frieren brauchte man an der Küste das ganze Jahr über nicht. Im Gegenteil, selbst die
Nächte waren für den einen angenehm warm und für andere einfach nur schweißtreibend.
Während Holger und ich uns in der Masai Mara ein Safarizelt geteilt und auch die ganze Zeit super verstanden hatten, so nutzte
wir im Boko Boko dann doch jeder einen eigenen Bungalow. Schließlich gab es hier keine Hyänen mehr, die mein Schnarchen
übertönen konnten!
Nachdem wir einen ersten Mitternachtsdrink auf Holgers Terrasse genommen hatten zog ich mich in "meinen" Bungalow zurück:
"Ich weiß noch nicht, wann ich morgen früh wach werde, vielleicht brauche ich erst einmal zwei Tage einfach nur Sonne und
Pause!" rief ich Holger noch zu und verschwand dann in Richtung Bungalow.
Nach einem kurzen aber intensiven Schlaf, war ich dann aber zu meiner eigenen Überraschung am nächsten Morgen wieder früh auf
den Beinen, auch wenn nicht ganz so frü wie Holger, der schon einen ersten Kaffee auf seiner Terrasse getrunken hatte und
erstaunt feststellte:
"Du bist ja doch schon wach, dann können wir ja auch zusammen frühstücken!"
Collin, Yolandas Sohn war auch wieder vor Ort und zeigte uns am nächsten Morgen erst einmal stolz wie weit er mit dem Umbau
meines alten Land Lover 109 war, an dem er nun seit 10 Jahren immer mal wieder herumbasteln lies. Außerdem war nach dem
Frühstück am Pool natürlich ein Besuch bei den Aldabra Riesenschildkröten und den Nilkrokodilen angesagt. Letztere sollten in
der Woche an der Küste dann auch noch für Aufregung sorgen.

Boko Boko Guesthouse - Mombasa - Kenya




Erst einmal verlebten wir aber entspannte Tage am Pool und an verschiedenen Stränden, erlebten lustige und unterhaltsame
Abende am oder im schwimmenden Moorings Restaurant und wurden von Freunden zu einer feuchtfröhlichen Dhaufahrt auf dem
Mtwapa Creek eingeladen. Mit Marc Jennings unternahmen wir eine rasante Motorbootfahrt zum Sonnenuntergang auf dem Mtwapa
Creek. Der untergehenden
Sonne entgegen fuhren wir in einen kleinen Seitenarm des Creeks. Kurz vorher hatte Marc mir das Steuer des kleinen
gut motorisierten Boots überlassen und wollte mir alle Kurven ansagen.
Während wir mit fast 50km/h durch den engen Kanal preschte brüllte ich ihm zu:
"I´m ok with it, it´s your boat!" und dann konzentrierte ich mich wieder auf:
"long right, short left, short right, shallow water left, long left!" usw.
Trotz des erfrischenden Fahrtwindes kam ich etwas ins schwitzen. Als das Wasser zu flach wurde wendeten wir das Boot und ich
überließ Marc das Ruder, der uns dann noch etwas schneller aus dem Kanal heraus fuhr. Nach der Exkursion spülten wir das
Erlebte mit Longdrinks und Tusker im Moorings herunter, so dass ich für die Rückfahrt ins Boko Boko dann lieber den
Schleichweg anstatt die Hauptstraße mit den Polizeisperren wählte.

Kikambala Beach



Kingfisher Restaurant - Kikambala Beach

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Maweni Beach (Cobacabana Beach) - Mtwapa Kenya


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Bamburi Beach - Mombasa (Nordküste)


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Shanzu Beach - Mombasa Nordküste
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Monsoon Fish Restaurant - Jumba Ruins - Mtwapa

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Moorings Floating Restaurant, Sundowner - Mtwapa Creek

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Speedboat Sundowner mit Marc auf dem Mtwapa Creek - Mombasa


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private Moorings Dhow Tour - Mtwapa Creek

Da ich ja nun kein eigens Auto mehr in Kenya hatte, hatte Collin mir einen Toyota PKW von einem Cousin vermittelt. Der kleine
Kombi war für die Küstenstraßen und Ausflüge zu den verschiedenen Strände genau richtig.
An einem der Nachmittage unternahmen wir noch eine kleine Exkursion in den Haller Park und ich musste wieder einmal mehr
feststellen, dass dieser Park in seinem aktuellen Zustand keinen Besuch wert ist. Allerdings konnte ich Holger den
versprochenen Nilwaran dort zeigen. Die Großechse hielt sich an einem der verkrauteten Wege in einem Korallenfelsen versteckt.
Viel spannender war es im Boko Boko, wo wir am zweiten Tag plötzlich kleine Nilkrokodilbabys in der Anlage der Großen
festgestellt hatten. Ich nahm mir fest vor, zusammen mit Rasta, dem Krokodil Keeper im Boko Boko, möglichst viele der Babys
aus der Anlage zu holen, bevor die erwachsenen Tiere sie auffraßen. Eine Aktion, die ich schon häufiger unternommen hatte und
die immer wieder spannend war. Denn die erwachsenen Krokodile waren alles andere als zahm und speziell das Muttertier war
bisher noch nie mit der Evakuierung einverstanden. Ich wartete also an mehreren Nachmittagen auf Rasta.
Aber Rasta witterte wohl die Arbeit und war wie vom Erdboden verschwunden (kommt in Afrika schon mal vor) und so entschloss
ich mich, alleine in das Becken zu steigen.
Während Holger sich verdient, vom Morgenspaziergang erholte, stieg ich über die Mauer hinunter in das Krokobecken und angelte
vorsichtig mit einer langen Stangen nach den Krokodilbabys. Schnell bemerkte ich den schlechten Zustand des Nachwuchses und
genauso schnell bemerkten die großen Krokodile mich. Ich musste mich mit nur einem Baby zufrieden geben und dann wieder den
Rückzug antreten, solange ich noch die Gelegenheit dazu hatte.


Die erste Nacht durfte das kleine Krokodil noch bei mir im Zimmer übernachten und wurde mehrmals mit kleinen Fischen
Zwangsernähert, danach bekam es seine Chance im Gartenteich!
Aber nicht nur die Krokodile sorgen für Abwechslung im Boko Boko, auch Yolandas Enkeltochter Soraya wollte wieder bespasst
werden und der tropische Garten und seine tierischen Bewohner entdeckt werden!
Nachdem wir auch noch eine Freundin und ihren Rhodesian Ridgeback Nachwuchs in Mtawa besucht hatten, beendeten wir den
erlebnisreichen Aufenthalt in Kenya mit einem Dinner direkt am Pool und freuten uns über die Flughunde,
die neben uns im Wasser während des Fluges tranken.

Boko Boko Guesthouse and Porini Restaurant - Kikambala











Holger und ich waren uns einig und sicher, dass diese Safari nicht unser letztes gemeinsames Abenteuer in Afrika war und wenn
auch dir
so eine Tour gefallen würde, darfst du dich gerne bei mir melden. Ich jedenfalls werde auf jeden Fall im Oktober wieder in
Kenya unterwegs sein. Dann zusammen mit Petra im trockenen Samburu Reservat!

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