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Die Tage mit Kivuli Von den Geräuschen der afrikanischen Nacht umgeben, wartete ich geduldig auf das erste größere Wild. Es war nicht meine erste Nacht im Foto Hide, allerdings die erste Nacht während der Regenzeit und so machte ich mir trotz des Vollmondes wenig Hoffnung, das das Wild ausgerechnet diese kleine Wasserstelle aufsuchen würde. Gab es aktuell doch Wasser in Hülle und Fülle. Während ich gespannt in die Nacht hinein lauschte, vernahm ich plötzlich ein vertrautes Klick Geräusch. Sekunden später erschien ein großer Elend Antilopen Bulle an der Wasserstelle. Leckte und Fraß zunächst etwas von der hier salzhaltigen Erde und kam dann zum Trinken an das Wasser. Es war immer wieder ein besonderer Moment, ein so gigantisches Tier fast zum Greifen nah vor sich zu haben.
Hatte man früher angenommen, dass es die Hufe der alten Bullen waren, die dieses laute "Klick" Geräusch verursachten, weiß man nach neusten Untersuchungen, dass es die Bänder und Sehnen der alten Bullen sind, die das Geräusch verursachen und den Gang der Elend Bullen so unverkennbar machen. Der alte Bulle blieb in der Nähe der Wasserstelle und nach einer weiteren Stunde gesellte sich eine Kudu Mutter mit ihrem großen Kalb dazu. Auch diese Antilopen waren in erster Linie wegen des salzhaltigen Bodens gekommen. Anders als im Norden Kenyas und im Lakipia Hochland, lebte im Lumo keine Greater, sondern Lesser Kudus. Diese deutlich kleineren Artverwandten Kudus, waren aber nicht weniger hübsch anzusehen, als ihre großen nördlichen Verwandten. Im Laufe der Nacht erschien nicht nur ein weiteres Kudu Weibchen samt Jungtier, sondern gegen Morgen auch noch ein kräftiges Kudu Männchen. Da die scheuen, Kleinen Kudus am Tage meist schwer zu beobachten waren, freute ich mich ihre Anwesenheit, ergänzten sie doch außerdem unsere nächtlichen Beobachtungen.
Kleine Kudus und auch der Elend Bulle blieben bis zum Sonnenaufgang, weshalb ich fast vergaß Petra anzurufen und zu wecken. "Ich bin schon wach, Tea is ready!" antwortete sie dann auch als ich mich bei ihr meldete. "I´m on my way!" erklärte ich, während ich schon auf der fahrt zum Leopards Lair Cottage war. Es war ein kalter, feuchter Morgen. Nebel stand über der Savanne und hüllte die Landschaft in einen grauen Mantel. Als wir nach einem gemeinsamen Tee, zusammen aufbrachen um nach den Löwen zu suchen, berichtete ich Petra von meinen Sichtungen und dem Wild am Hide und freute mich, dass sich sie Neugierig machen konnte. Schließlich sollte es ja nicht bei der einen Nacht im Hide bleiben. Nun rollten wir aber erst einmal wieder durch die Savanne des Reservates und suchten nach den Jungen Löwen. Aber die die beiden Löwinnen waren mit ihrem Nachwuchs umgezogen und nicht auffindbar. Auch die Löwin mit den vier Jungen war wie vom Erdboden verschlungen, weshalb wir unsere Pirschfahrt weiter ausdehnten und ich gleichzeitig hoffte auf Geparden zu stoßen. Nach gut zwei Stunden hatten wir allerdings keine der gesuchten Raubkatzen erspähen können. Dafür entdecken wir begeistert einen schwarzen Serval, mit dem wir in diesem Gebiet nicht gerechnet hatten. "Black Serval!" rief ich wieder und freute mich über die zweite Sichtung dieser seltenen kleinen Raubkatzen. Leider war die Begegnung nur kurz und die Katze verschwand schnell im hohen Gras. Nur zwanzig Minuten später, wir waren wieder in der Nähe des Löwenversteckes an dem wir am Vortag die sechs kleinen Löwen beobachtet hatten, erneut ein schwarzer Serval auf der Piste. "Wie geil ist das denn? Das ist die dritte Black Serval Sichtung in sechs Tagen!" freute ich mich. "Und die die fünfte insgesamt!" ergänzte Petra und hatte die beiden Sichtungen vom Februar dazu addiert.
Langsam näherten wir uns der schwarzen Katze, als wir bemerkten, dass dieser Serval uns fast ignorierte. Unbekümmert saß der Serval auf der Piste und putzte sein vom nassen Gras noch feuchtes Fell. Dann fing die kleine, schwarze Raubkatze im saftig, grünen Gras an zu Jagen. Auch jetzt störte der Serval sich nicht an unserer Anwesenheit. Hatten wir bis dahin eher kurze Sichtungen dieser sonst eher seltenen Tiere gehabt konnten wir diesen Serval nun in aller Ruhe beobachten. Wie auch seine gefleckten Artgenossen, hatte der junge Serval Kater seine Ohren aufgestellt und lauschte immer wieder in das Gras hinein. Konnten wir uns sehr gut vorstellen, wie die aufmerksamen Jäger das Rascheln der Mäuse im trockenen Gras hören konnten, war es fast unvorstellbar wie sie eine Maus im jetzt nassen Gras hören konnten. Und ganz so einfach wie in der Trockenzeit schien die Jagd auch nicht zu sein. Der Serval war recht schlank und wirkte recht filigran während er neben unserem Land Cruiser im Gras umher schlich. Am Ende verbrachten wir fast zwei Stunden mit dem kleinen jagenden, schwarzen Raubtier.
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Ja, nach unseren ersten Sichtungen im Februar hatte ich gehofft wieder einen schwarzen Serval zu finden. Nun gleich drei gefunden zu haben und einen davon auch noch so gut sowie längere Zeit beobachten zu können, war mehr als die Erfüllung meines Traumes. Als wir nach dieser Begegnung zurück in Richtung unseres Bandas fuhren passierten wir einige Masai Giraffen von den nur die Oberkörper bzw. die langen Hälse zu sehen waren, bemerkte Petra: "Eigentlich unglaublich dass man die kleinen Tiere überhaupt entdeckt!" Nach diesem auch für uns ganz besonderen Morgen, gönnten wir uns eine länger Pause oben an unserem Banda. Kochten uns ein kräftiges Frühstück oder besser Brunch und genossen es einfach "fast" alleine in der Wildnis zu sein. Außerdem holte ich natürlich ein wenig Schlaf nach.
Nach der erfolgreichen Zeit in der Masai Mara, den Tagen mit der schwarzen Leopardin Giza im Hochland von Laikipia und der Beobachtung des schwarzen Serval vom Vormittag waren wir uns einig eine ganz besondere Safari zu erleben und wollten diesen Tag einfach nur noch entspannt ausklingen lassen. So fuhren an jenem Nachmittag recht später runter in die Ebene und steuerten eine der größeren Wasserstellen an. Am Ufer der Wasserstelle zelebrierten wir dann unseren Sundowner und belohnten uns selber mit einem kalten Gin & Tonic. Nachdem die Sonne sich dann hinter uns am Horizont verabschiedet hatte, stiegen wir zufrieden in den Land Cruiser und fuhren ohne weitere nennenswerte Tiersichtungen zurück zu unserem Banda.
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Eigentlich hätten wir die restlichen Tage in der Wildnis alle entspannt und ausgeschlafen angehen können. Eine Steigerung unserer Sichtungen und Beobachtungen war für uns kaum noch möglich. Ja, zugegeben einen Life Kill hätte ich gerne auch noch im Lumo erlebt, aber grundsätzlich hatten wir alles was wir sehen und erleben wollten erreicht. Aber auch nach 36 Jahren war da nach wie vor dieser Jagdtrieb nach Erlebnissen, nach neuen oder einfach nur wunderschönen Wildbegegnungen. Man hat nie alles gesehen oder alles erlebt, aber wir wollten einfach nicht aufhören, es zu versuchen. So waren wir dann auch an den nächsten beiden Tagen wieder früh auf den Beinen und auf der Pirsch durch das Lumo Reservat.
Die sechs jungen Löwen entdeckten wir gleich am nächsten frühen Morgen. Neugierig die Umgebung beobachtend lagen zwei von ihnen auf einem Termitenhügel, der unter einem Schatten spendenden Busch stand, während die anderen zu Füßen des roten Hügels herum tollten. Immer mal wieder kletterte eine der munteren Katzen zu ihren Geschwistern und dann lagen sie zu dritt, zu viert oder auch einmal alle zusammen auf dem Termitenhügel. Wir hatten das Glück ihnen stundelang zusehen zu dürfen, so bekamen wir auch die Ankunft ihrer Mutter und ihrer Tante mit. Die beiden Löwinnen waren vermutlich von der Jagd zurückgekehrt, sahen satt und gut genährt aus, hatten aber ihrem Nachwuchs weder etwas mitgebracht, noch hatten sie die Absicht die Kleinen zu einer versteckten Beute zu führen. Stattdessen legte sich eine der Löwinnen hinter den Termitenhügel in das hohe Gras und säugte die Kleinen, ohne das wir zusehen konnten.
Von der einzelnen Löwin mit den vier Jungen entdeckten wir auch in den folgenden zwei Tagen keine Spur und konnten auch bei keinem unserer Kontakte Hinweise bekommen. Niemand hatte die Löwin oder ihre Jungen gesehen. Nach all den guten Katzensichtungen der vergangenen Tage wollte ich die verbleienden Tage nutzen und mich ein wenig auf die Suche der vielen verschiedenen Reptilienarten im Reservat zu konzentrieren. Allen voran natürlich die großen meist von roter Erde eingefärbten Weißkehlwarane. Genau wie die jungen Löwen, liebten diese kräftigen Reptilen Termitenhügel. Die großen, meist oben offenen Termitenbauten boten den Waranen und anderen Echsen nicht nur einen perfekten Sonnenplatz um ihre Vorzugstemperatur zu erreichen, sondern waren gleichzeitig Versteck- und Übernachtungslatz. Während Petra also nun besonders langsam durch das Reservat fuhr, entdeckten wir nicht nur mehre der gesuchten Warane, sondern sahen auch kleine rote Zwergmangusten. Die kleinen Räuber nutzten die Termitenhügel genauso gerne als Versteck- und Ruheplatz wie die Reptilien. Aber auch verschiedene kleine Schlangen, die wir oft gar nicht so schnell identifizieren konnten, wie sie wieder verschwunden waren. Agame, Skinke und Fleckenchamäleons entdeckten wir meist am Pistenrand oder im freien Gelände. Genauso wie uns die Vogelwelt immer wieder mit schönen Sichtungen überraschte. Vom kleinen Pygmäen Falken, über verschiedene Greifvögel bis hin zu den Vogelstraußen war alles dabei. Letztere sogar mit Nachwuchs.
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![]() ![]() ![]() ![]() Besonders spannend wurde es jedes Mal, wenn Vogelwelt und Reptilien zusammen trafen. Egal ob wir einen Schlangen jagenden Sekretär oder einen Schwarzkopfreiher beobachteten. Letzterer erfüllte mir dann auch den Wunsch auf einen Life Kill! Wir waren gerade rechtzeitig am Lions Rock erschienen und hielten eigentlich nach Morla, der alten, besonders langsamen Leopardschildkröte Ausschau, als wir den wie erstarrt da stehenden Reiher entdeckten. Kaum hatten wir den Land Cruiser gestoppt, schnellte der Reiher mit seinem Kopf nach vorne und hatte eine kräftige, schwarze Erdviper erwischt. Aber die quirlige Giftschlange war nicht bereit ihr Leben kampflos aufzugeben. Immer wieder musste der große langbeinige Reiher die Schlange fallen lassen. Jedes Mal wenn er sie erneut mit seinem spitzen Schnabel schnappte achtete er geschickt darauf das giftige Reptil hinter dem Kopf zu packen. Doch irgendwann hatte die Schlange verloren und ihr Leben ausgehaucht. Das anschließende Herunterwürgen der Beute in einem Stück ging dann so schnell, dass wir es beinahe verpasst hätten. Eine andere, bereits tote Schlange entdeckten wir auf der Piste. Die harmlose Eierschlange wurde vermutlich von ihrem Jäger fallen gelassen.
Genauso spannend und ereignisreich wie die Tage ging es auch in den Nächten weiter. Nach wie vor celebrierten wir meist unseren Sundowner in der Nähe des Lions Rock Felsens und fuhren dann entspannt in der Dunkelheit zurück in Richtung unseres Camps. Mal auf mehr oder weniger direktem Weg, meist aber mit kleinen Umwegen und Schleifen. Immer gespannt, was uns auf den Pisten oder im Gelände überraschen würde. Auf einem dieser Umwege begegneten wir so einer der Löwinnen mit den sechs kleinen Babys und folgten ihr eine Weile. Ganz sicher führte die Löwin den Nachwuchs in ein neues Versteck und hatte dabei tatsächlich ein wenig Mühe die muntere Rasselbande beisammen zu halten. Immer wieder trödelte der ein oder andere Minilöwe, zu verlockend waren neue Gerüche und unbekannte Steine, Stöcke oder Nachtfalter.
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Während wir mit einer gewissen Routine fast alle unsere Sundowner auf den Felsplatten am Lins Rock zelebrierten, entschlossen wir uns an einem der Abende unseren Drink und den Blick auf den Sonnenuntergang oben an unserer Unterkunft auszukosten. Da wir ohnehin die einzigen Gäste im Camp waren, war es eine gute Gelegenheit, ein Lagerfeuer zu entzünden und die Zweisamkeit mit einem kleinen selbst gezauberten Snack (es gab Guacamole und Chips) zu genießen. Während des perfekten Sonnenunterganges kam uns dann die Idee, doch noch einmal zu einer längeren Nachtpirschfahrt aufzubrechen. Eine Entscheidung die wir wieder einmal nicht bereuen sollten. Hatten wir schon am Vorabend das Glück gehabt nicht nur eine der beiden Löwinnen zusammen mit den sechs Jungen in der Dunkelheit zu begleiten, sondern auch noch eine weitere Wildkatze zu entdecken. Begegneten wir in dieser Nacht einem ganz besonderem nachtaktiven Jäger. Auf den ersten Blick hatte ich auch diese kleine Kreatur für eine Wildkatze gehalten, musste dann aber schnell einsehen, das zwar die Größe, nicht aber die Farbe zu einer Wildkatze passten. "Was ist das?" fragte auch Petra während sie das kleine, flinke Fellmonster vor uns beobachtete. "Nein, ich glaube es nicht, das ist eine ganz junge Zibetkatze!" stellte ich begeistert fest. Noch nie in all den Jahren hatten wir so eine kleine, junge Zivet Cat, wie die Schleichkatzen im englischen heißen, zu sehen bekommen. Große Zibetkatzen hatten wir immer Mal wieder und ebenfalls meist Nachts beobachten können, aber ein solches Jungtier eben noch nie. Entsprechend groß war unsere Freunde. Es war gar nicht so einfach das flinke Tier im Auge zu behalten und enttäuscht mussten wir zusehen, wie die kleine Schleichkatze recht schnell zwischen den Büschen verschwand. Aber dieses Mal wollten wir nicht so schnell aufgeben. Entfernten uns zwar mit dem Land Cruiser und warteten eine kurze Weile, kehrten dann aber um und fuhren zurück. "Da, da, da unten da....da sitzt sie!" stotterte Petra aufgeregt, als sie das schwarzweiße Fellknäul genau neben unserem Fahrzeug wieder entdeckte. Als wollte die junge Katze uns für unsere Hartnäckigkeit belohnen, wälzte sie sich neben unserem Auto im roten Sand der Piste und trippelte anschließend zu einer kleinen Wasserlache am Pistenrand. In aller Seelenruhe schlabberte das drollige Kätzchen mit seiner kleinen rosa Zunge das Wasser auf, ehe sie dann doch in der Dunkelheit verschwand. "Was für eine geile Sichtung!" stellten wir fest und liebten die Möglichkeit im Lumo auch das nächtliche Leben des Wildes miterleben zu können einmal mehr! Das wir nach der Beobachtung der Zibetkatze im Verlauf der Pirsch noch eine weitere ausgewachsene und zwei junge Serval Katzen zu sehen bekamen, war dann nur das fast erwartete I-Tüpfelchen der Nachtpirsch.
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Am nächsten Vormittag erfuhren wir, dass am Vortag die drei jungen Geparden Männchen, die wir im Februar, noch zusammen mit ihrer Mutter am Zebrakill beobachtet hatten, an der Reservatsgrenze zum Tsavo West gesehen worden waren. Grund genug erneut nach den gefleckten Sprintern zu suchen. Aber wieder konnten wir die Geparden nicht finden, begegneten dafür aber einigen hundert Zebras von denen wir bis dahin nur sieben Tiere gesehen hatten. Außerdem stießen wir anstatt auf die erhofften Gepardenspuren auf eine rec ht frische Löwenfährte, die sich dann aber in der Savanne abseits der Piste verlor und für uns nicht verfolgbar war. Besser noch als die vielen Zebras, Elendantilopen und Kongonis oder die Löwenspuren, war eine Begegnung mit einem weiteren scheuen, schwarzen Serval. Unserer Meinung nach hatten wir somit vier, wenn nicht sogar fünf verschiedene schwarze Servale in diesem Frühjahr im Lumo Conservancy entdecken können.
Nachdem wir an diesem Tag recht früh gefrühstückt hatten, schlug das Wetter gegen Mittag dann um. Der bisher meist hell blaue, wich einem fast schwarzen, bedrohlichem Himmel. Wenig später begann es zu regnen. Es war einer dieser typischen, heftigen Regenzeit Regen. Das Wasser fiel literweise vom Himmel. In wenigen Minuten wurde aus der ohnehin grünen Savanne eine Seenlandschaft. Wir wussten schon lange um die Vorzüge eines solchen Regens und brachen sofort auf um zu sehen, wenn dieser Regen geweckt hatte. Kaum hatten wir die Ebene erreicht, hörte es auch schon wieder auf zu regnen und die Sonne schob sich an den letzten dunklen Wolken vorbei. Im Schein dieser Sonne entdeckten wir, wie erwartet, verschiedene Leopardschildkröten, Halswender Schildkröten und sogar eine Glattrand Gelenkschildkröte. Außerdem entdeckten wir die frische Spur einer Puffotter im nassen, roten Sand. Überall flatterten bunte Schmetterlinge und sammelten sich auf den Kotresten der Servale. Diese kleinen Hinterlassenschaften der Katzen hatten wir in den letzten Tagen überall auf den Pisten entdecken können. Gegen Abend stzte sich wieder die Sonne durch, zauberte einen schönen Regenbogen an den Himmel und ermöglichte uns unseren geliebten Sundowner am Lions Rock. Oben an unserem Cottagewaren die Senegal Rennfrösche durch den Regen munter geworden und sahen uns neugierig beim Essen machen zu oder versuchten im Wettstreit mit den Hausgeckos Motten und andere Nachtfalter zu fangen.
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Der starke Regen hatte unweigerlich die Wildbewegung beeinflusst, nicht nur, dass sich wieder vermehrt Steppenzebras und Kongonis zeigten, auch unsere ersten fünf roten Elefanten konnten wir beobachten. Die Dickhäuter zogen aus dem Lualenyi Gebiet langsam zurück in den Lumo. Die lange vermissten, großen Mistballen wurden sogleich von Insekten und Vögeln in Beschlag genommen, untersucht, auseinander gewühlt oder verarbeitet. Während die Schmetterlinge Nahrung in dem Dung sahen, legten die großen Skarabäus Mistkäfer ihr Vögel wie z.B. Rotschnabeltokos bedienten sich unterdessen an den Larven und Käfern im Mist. Der tierische Kreislauf war also wieder etwas kompletter mit der Anwesenheit der Elefanten.
Ob es auch der Regen war, der die Löwen aus entfernten Gebieten zurück in das Reservat gelockt hatte oder ob wir sie in der üppigen Vegetation einfach nur nicht gefunden hatten wissen wir nicht. Auf jeden Fall entdeckten wir am Tag nach dem Starkregen ein Löwen Männchen am Pistenrand. Nach der Auswertung unserer Bilder waren wir uns sicher, das Männchen angetroffen zu haben, welches wir zuletzt vor sieben Wochen, zusammen mit unseren Freunden, am Lions Rock Beobachtet hatten. Auch jetzt war das Männchen wieder mit einem Weibchen zusammen, die Löwen Dame war allerdings kaum zu sehen und schlief zwischen einigen Büschen. Dem Männchen war anzusehen, das sich aktuell wenig Zebras und andere Beutetiere in seinem Revier aufhielten. Die beiden Löwen ruhten am Ende den ganzen Tag in der Nähe der Daktari Brücke. Immer wieder hatten wir die beiden Besucht um mit zu bekommen, wenn sie sich in Bewegung setzten. Letztendlich mussten wir tatsächlich bis zum Einbruch der Dämmerung warten, konnten die beiden dafür dann aber mehr als eine Stunde lang bei ihrer nächtlichen Patrouille durch das Revier begleiten. Eilig hatten es die Löwen dabei nicht. Immer wieder stoppten und ruhten sie auf der Piste. Immer wieder aber auch machten sie sich lautstark bemerkbar. Wobei das Weibchen dabei fast lauter Brüllte als das Männchen. Ob sie den Rest des Rudel herbei rufen wollten oder ihre Besitzansprüche für das Revier untermauern wollten, konnten wir in dieser Nacht nicht heraus bekommen.
Der folgende Tag gehörte wieder den Servalen. Nachdem wir der Meinung waren das Revier von einem der schwarzen Servale eingrenzen zu können, machten wir uns früh Morgens auf den Weg in sein Revier. Tatsächlich mussten wir nicht lange suchen. Nach nicht einmal einer Stunde Pirschfahrt entdeckten wir den schwarzen Serval Kater plötzlich vor uns. Wieder störte sich der Serval nicht an unserer Anwesenheit und ließ sich auch aus der Nähe gut beobachten. Sein Verhalten erinnerte uns an die schwarze Leopardin Giza, genau wie seine große Verwandte, suchte auch diese kleine Raubkatze immer wieder die Nähe des Fahrzeuges. Seine Vertrautheit trieb uns dazu ihm einen Namen zu geben. Nach ein wenig Grübelei entschieden wir uns für "Kivuli" was auf Suaheli Schatten bedeutet. Genau wie ein Schatten bewegte er sich auch, wenn er am Pistenrand entlang schlich und seine großen Ohren zielgerichtet in das Gras lauschten. "Kivuli" begeisterte uns, nie war er außer Sichtweite, verschwand er im dichten Gras und suchte dort nach Beute war er immer noch für uns sichtbar. Meistens jagte er sowieso von der Piste aus. Nachdem er mehrfach im hohen Gras mit einem gewaltigen Sprung Mäuse gefangen hatte, tat er uns sogar den gefallen diese Jagd am Pistenrand fortzusetzen. Wieder schlich Kivuli entlang der Gräser, als er plötzlich stehen blieb, seine Ohren waren kerzengerade nach vorne gerichtet und sein Schwanz zuckte verräterisch. Die Vorderbeine gestreckt, die Hinterbeine leicht eingenickt verweilte der Kater einen Moment, dann schoß er blitzartig nach vorne oder besser nach oben. Als wollte Kivuli uns stolz seinen Jagderfolg präsentieren, erschien der Schwarze Serval mit einer großen Maus im Maul auf der Piste und fraß seine Beute. Besonders als die Sonne sein glänzendes schwarzes Fell leuchten ließ und man, je nach Lichteinfall erkennen konnte, dass auch eher eine Fleckenzeichnung hatte, bewunderten wir seine Eleganz und Schönheit. Mehr als zweieinhalb Stunden vergingen, ehe sich der kleine, schlanke Jäger weiter in das Grasland zurück zog und wir wieder alleine waren.
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![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Die Zeit die wir an diesem Tag nicht mit "Kivuli" verbracht hatten, nutzten wir um am Foto Hide vorbei zu fahren. Zu sehen was sich dort tat und unsere Kamera wieder abzubauen, um dann anschließen zum Frühstück nach oben zum Camp zu fahren. Als wir uns dem Erdbunker genähert hatten, flüchteten einige Kongonis, zwei Kleine Kudus und eine Herde Elend Antilopen. Während letztere leider nicht wieder an die Wasserstelle zurück kamen, kehrten die Kongonis nach einer Weile an das Wasser zurück und hielten sich in der Nähe der Tränke auf. Wie ich später bei der Kameraauswertung feststellen konnte, waren insbesondere die großen Elend Antilopen regelmäßige Gäste an der Wasserstelle. Besonders während der Nachtstunden tauchten die Tiere immer wieder auf oder blieben die ganze Nacht. In den letzten drei Wochen hatten wir wenig Erholung, dafür viel Abenteuer und Erlebnisse zwar liebte Petra auch Abenteuer und Erlebnisse, hatte aber auch nichts gegen ein bisschen Erholung. Nicht zuletzt wegen meiner Puffotter Aktion spendierte ich ihr deshalb eine einstündige Massage und gönnte mir selber einen Mittagsschlaf.
Ausgeruht starteten wir am frühen Nachmittag zurück in die Savanne. Unser Ziel war erneut "Kivuli"! Obwohl der kleine schwarze Kater, der sehr wohl auch Punkte und die normale Fleckenzeichnung unter seinen, überwiegend schwarzen Haaren trug, am Morgen mehrfach erfolgreich Mäuse gejagt und erbeutet hatte, schlich Kivuli immer noch über die selben Pisten wie am Morgen. Wieder gesellten wir uns zu ihm und genossen seine Anwesenheit und sein Treiben. Wir wussten genau wie rar und selten unsere Beobachtung dieser kleinen Raubkatze war und hatten deshalb doppelten Spaß als hinter unserem Land Cruiser ein Minisafaribus angerauscht kam. Der Fahrer musste beobachtet haben, dass wir schon längere Zeit an einem Ort verweilten. Oben in der Luke des Busses standen mehrere Personen von denen einer besonders aufgeregt war. "It´s a black Serval!" rief ich zurück. "Was n das?" war die Antwort. Da vermutlich auch der Fahrer des Minibusses keine Antwort wusste, drehte der Minibus nach gefühlten drei Sekunden Anwesenheit ab und verschwand zum Glück wieder. "Was n das....kleine Lööwen!" wiederholte ich mehrfach und wir konnten fast nicht aufhören zu lachen. Zufrieden alleine zu sein, genossen wir erneut die Zeit mit "Kivuli", der immer vertrauter wurde.
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Erst als sich der Himmel wieder dunkel verfärbte und sich neuer Regen ankündigte, verließen wir den Serval. Wenig später trafen wir im strömenden Regen auf Balu, einen alten Elefanten Bullen der seinen Namen (unser Name für ihn), vor drei Jahren von unseren Enkeln erhaten hatte. "Der ist ja genauso dick wie Balu der Bär!" hatten Soraya und Malik damals einhellig festgestellt. Nun stand Balu neben uns und stopfte saftiges grünes Gras in sein Maul. Immer wieder umklammerte der kräftige Rüssel einen Bündel Gras und führte ihn in das rosa Maul. Während er so neben uns stand, kamen mir Balus mächtigen Stoßzähne noch größer vor als damals.
Als der Regen nachließ, entdeckten wir neben einigen Gelben Pavianen, noch ein Löwen Männchen oben auf dem Lions Rock. Ob es sich wieder um das selbe Männchen handelte können wir nicht genau sagen, zu groß war die Entfernung. Aber die Farbe der Mähne und seine Haltung sprachen dafür. Wobei all zuviel Haltung hatte der Löwe noch gar nicht als wir ihn entdeckten. Richtig munter wurde die Raubkatze wieder erst nach Einbruch der Dämmerung. Das mit seiner Sichtung und seiner Anwesenheit vermutlich der Beginn eines weiteren Wildlife Dramas begann konnten wir an jenem Abend noch nicht ahnen. Nachdem wir den Löwen aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr sehen konnten setzten wir unsere Pirschfahrt in Richtung Banda fort. Unterwegs passierten wir das Revier von Kivuli, als wir plötzlich einen gefleckten Serval im hohen Gras erspähten. Die Sichtung war nur kurz und eher flüchtig, zu schnell war die gefleckte Katze im Gras verschwunden. Nur zehn Minuten später stießen wir dann erneut auf "unseren" Serval. Kivuli saß ebenfalls im hohen grünen Gras, ließ sich aber durch unsere Anwesenheit nicht stören. Wir wollten allerdings seine vermeintliche Beute nicht mit unserem starken Scheinwerfer vertreiben, weshalb wir ihn an jenem Abend schnell wieder alleine ließen. Auf dem Weg hoch zum Leopards Lair Camp begegneten wir in dieser Nacht dann noch einigen Kap_Hasen, einem weiteren geflecktem Serval sowie zwei Puffottern und einer nicht identifizierten kleineren Schlange. Nasse Nächte haben also richtig etwas zu bieten!
Ein dramatisches Safariende In dieser Nacht hörten wir zum ersten Mal seit unserer Ankunft Hyänen in weiter Ferne. Es war unser vorerst letzter Tag im Lumo Reservat. Wir hatten insgesamt 27 Serval Sichtungen und Beobachtungen gehabt, hatten viele Stunden mit dem kleinen schwarzen "Kivuli" verbracht, durften verschiedene Löwenfamilien beobachten, hatten die Raubkatzenmütter mit ihren Kleinen bei Tag und bei Nacht begleiten dürfen, haben mehr Schlangen gesehen, als Petra lieb war, konnten verschiedene Schildkröten und Warane beobachten und hatten außerdem jede Menge "Night Game" zu sehen bekommen. Die Regenzeit im Lumo war bisher ein voller Erfolg und wir bereuten unsere Entscheidung, zwei Wochen in dem kleinen Park zu verbringen nicht ein bisschen, im Gegenteil. "Die Geparden wären jetzt noch Mal schön!" erklärte ich, als wir früh Morgens zu unserer Pirschfahrt aufbrachen. Um die gefleckten Sprinter aufzuspüren, hatten wir geplant noch einmal an die Reservats Grenze zu fahren. Kaum hatten wir jedoch den, auf der Strecke liegenden, Lions Rock erreicht, da klingelte mein Handy: "We have three lionesses next to the first waterhole. And somebody is talking about a dead lion cub!", erklärte Sammy mir am Telefon. Ohne lange zu überlegen fuhren zurück um die Wasserstelle anzusteuern. Scheller als sonst holperten wir über die kleinen Pisten des Parks und erreichten nach kurzer Zeit das von Sammy beschriebene Wasserloch. Kaum angekommen sahen wir eine Löwin, gut genährt und vollgefressen stand die Mutter der vier kleinen Löwen vor uns. Aber sie hatte einen hohen Preis für ihre nächtliche Jagd bezahlt. Nicht weit von der Löwin entfernt entdeckten wir ein totes Löwenbaby auf der Piste. Es schien sich um das kleinste und schwächste der Löwenbabys zu handeln. Wie ein weggeworfener Stoffteddy lag das tote Löwenbaby auf der Piste. Als ich mir jedoch die kleine Leiche genauer ansah musste ich erkennen, dass das Löwenbaby nicht von alleine verendet war. Dieses Löwenbaby wurde getötet. Deutlich sah ich Bisswunden an seinem Hals.
Aber wo waren die anderen drei Löwenbabys? Genau diese Frage musste auch der Löwin durch den Kopf gehen, verzweifelt lief sie auf der Piste und am Ufer der Wasserstelle hin und her, lief immer wieder auch zu dem toten Baby und sie rief. Tief aus dem Hals heraus, rief sie nach den vermissten drei Jungen. Aber niemand antwortete, nirgends kamen kleine Löwen aus dem Gebüsch um den Schutz ihrer Mutter zu suchen. Wir ahnten grausames und ich griff nach meinem Handy: "Hi Abu, we have minimum one dead lion cub here. It´s one of four cubs. The mother is here and two other lionesses must be close by! In the moment we don´t know where the other cubs are!" informierte ich den CWC Ranger und beschrieb ihm außerdem unseren Standort.
Dann folgten wir der Löwin, die weiterhin nach ihrem Nachwuchs suchte. Immer wieder rief die Löwin mit heiserem Brüllen. Aber anstatt ihrer Babys erschienen nach einer Weile zwei weitere Löwen Weibchen. Sicher die Tanten der kleinen Löwen, auch sie waren gut genährt. Wo waren diese Löwen die ganzen Tage, immer wieder hatten wir nach ihnen gesucht. Hätten sie aber auch nicht in dieser äußeren Ecke des Reservates erwartet. Die Löwen mussten gerade erst ihren Hunger gestillt haben, hechelnd löschten sie nun zunächst ihren Durst. Dann zogen sie sich in den Schatten zurück, keine der anderen beiden Löwinnen machten den Eindruck, als würden sie die Löwenbabys vermissen. Wir blieben bei den drei Löwinnen und warteten auf Abu und sein Team. Die alte Löwin schien ihre Kleinen aufgegeben zu haben, zusammen mit ihren Schwestern legte sie sich in den Schatten neben eine Akazie.
Wenig später erschien Abu mit seinem Team, welches aus einem weiteren CWC und zwei KWS Rangern bestand. Ich zeigte den vieren wo das tote Baby lag, gab weiter was wir wussten und dann begannen wir gemeinsam nach den vermissten drei Löwenbabys zu suchen. Zu Fuß pirschten wir durch die Büsche, dann war es Petra, die ein weiteres totes Löwenbaby fand. Neben einem Busch unweit der großen Wasserstelle, lag auch dieser tot gebissene Kadaver. "What do you think?" fragte ich Abu. "Not sure, but I think it was an unfamilär male!" erklärte Abu mir "But we have called a vet. He will come and can confirm and he will do a blood test, to get sure there are not poisoned!" fügte Abu hinzu. Wenig später hatten wir dann die traurige Gewissheit, zusammen mit dem Ranger hatten wir die vermissten beiden Löwenbabys gefunden. Auch sie lagen in einem Bush, den Spuren nach in dem Bush, in dem der männliche Löwe die Jungen gefunden und getötet hatte. "So hätte die Safari jetzt nicht enden müssen!" sagte Petra traurig als wir hoch zu unserem Banda fuhren.
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Das Frühstück schmeckte an diesem Morgen nicht wirklich. Auch wenn wir von Abu die Nachricht bekamen, die Löwen wurden nicht vergiftet, die Bissverletzungen deuten auf ein Löwenmännchen hin! Es war einfach die Natur, die brutalen Gesetze der Wildnis, die dazu führten das Löwenmännchen den Nachwuchs anderer Männchen töteten, wo immer sie konnten. Das der Kindsmörder der Löwe oben vom Lion Rock war konnten wir nur mutmaßen. Gewissheit hatten wir nicht. Von unserer Terrasse aus sehen wir dann die Fahrzeuge von den KWS Rangern und dem Tierarzt und die aufsteigende Rauchsäule. Die Ranger hatten die Löwenkadaver mitgenommen und verbrannten sie nun abseits der Pisten.
Natürlich gingen die Schicksale der Löwenbabys nicht spurlos an uns vorüber, aber dennoch wollten wir wissen, wie es weiterging, wie ihre Mutter reagieren würde. Also fuhren wir zurück zu der Akazie, wo wir die Löwen verlassen hatten. Noch immer lagen die drei Löwinnen unter dem Baum, ob die Löwin zwischen durch noch einmal nach ihren Jungen gesucht hatte wissen wir nicht. Aber als eine anrollende Regenfront und ein erneuter Starkregen, bei dem wieder Üisten zu Flüssen wurden, die drei Raubkatzen aus ihren, vermutlich, Albträumen gerissen hatte, brachen diese auf und liefen zurück dorthin wo sich in der Nacht oder am frühen Morgen das tödliche Drama abgespielt hatte. Erneut suchte die Löwin zwischen den Büschen und Sträuchern, aber rufen tat sie nicht mehr, es schien als hätte sie sich nun mit dem Schicksal abgefunden. Zusammen mit ihre Schwestern saß die Löwin im Regen und trauerte auf ihre Weise. Die letzten Bilder die wir von ihr machten zeigten uns eine kräftige, starke Löwin, noch nicht zu alt für einen neuen Wurf junger Löwen.
Für uns hieß es am nächsten Morgen Abschied von Adam, Abu, Sammy und Derrik und dem Lumo zu nehmen. Speziel die vier würden dafür sorgen, dass wir auch in unserer, Abwesenheit immer gut informiert blieben. Denn unsere nächsten Safaris in dieses und andere Wildschutzgebiete des Lands waren schon geplant. Als wir nach dem Abschied hinunter in Richtung des Park Gate fuhren konnten wir tatsächlich die gesamte lange Safari so beenden wie wir sie vor zweieinhalb Monaten begonnen hatten. Vor uns lief erneut ein kleines und gar nicht mal so langsames Lappenchamäleon über die Piste. Für uns war es nun an der Zeit alles Erlebte zu verarbeiten, viele Bilder zu sortieren und dann unsere nächste Safari in die Wildnis Ostafrikas vorzubereiten. Dann wieder mit unseren Kindern und Enkelkindern. Inzwischen waren wir nun auch mit unserer Familie im Samburu und im Lumo auf Safari, dass auch diese Safari mit Tierschicksalen behaftet war und den Kindern vor Augen führte, dass die Gesetze der Natur nicht immer leicht zu verstehen und zu verdauen sind, hatten wir nicht geplant oder erwartet. Da wir inzwischen unsere dritte und in diesem Jahr letzte größere Safari vorbereiten, werdet ihr leider auch auf den Familiensafaribericht ein wenig warten müssen. Aber ich hoffe ihr bleibt uns als treue Leser erhalten ;-)
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