Ein Reisebericht von:
Safari wangu, Reiseberichte und Infos


Text Jörg, Fotos Petra und Jörg Reinecke (digital)

gemeinsam allein, Bushfrühstück am Ewaso Ngiro


Zwischen sanften roten Elefanten und schwarzen Leoparden
- Eine Safari entlang des Ewaso Ngiro und in das Tsavo Gebiet -
- Oktober / November 2025 / Teil I -




Ankunft in Nairobi und erste Tage auf der Sandai Farm
"Hi Jorg, how was the flight?" wurden Petra und ich fröhlich von Baraka in Empfang genommen, nachdem wir das Flughafengebäude in Nairobi verlassen hatten. Es folgte ein kurzer Informationsaustausch über Wetter, Straßenverkehr und mögliche Baustellen dann entfernte sich Baraka mit den Worten:
"Let me go and bring your car!" Wie fast immer, hatten wir uns "unseren" Land Cruiser zum Flughafen bringen lassen. Allerdings nicht unseren eigenen, denn seit wir unseren nach zu vielen Reparaturen verkauft hatten, nutzten wir wieder die gut gewarteten Fahrzeuge von Sunworld Safaris. Der gute Service des wachsenden Safariunternehmens ersparte uns viel Zeit in Werkstätten und sorgte immer für unbeschwerte, sorgenfreie Safaris.
Nach gut zehn Minuten stand der Land Cruiser vor uns. Baraka händigte mir noch den breits bezahlten Parkschein und die Schlüssel aus, dann verabschiedete er sich.
"Are you coming to the office tomorrow or are you going on safari straight away?"
"No, we pass the office to collect all our safari staff from there!" antwortete ich.

Wenig später betraten wir bereits unser, für diese Tour ausgesuchtes Gästehaus, ganz in der Nähe des Jomo-Kenyatta-Flughafens. Ähnlich wie das im Februar genutzte Teresita Guesthouse, lag das Eshborn Guesthouse in Soykimau gleich südlich hinter dem Flughafen, und war ebenfalls eine gute Adresse, für eine erste kurze Nacht in Nairobi. Das angebotene Zimmer hatte ein ordentliches Doppelbett, eine vernünftige Dusche sowie ein WC. Der Garten war nicht so schön wie im Terresita Guesthouse, dafür war das angebotene und im Übernachtungspreis enthaltene Frühstück besser. Letztendlich war es nur eine kurze Nacht, die wir in dem Guesthouse verbrachten. Gleich nach dem sehr ordentlichen Frühstück brachen wir auf um unsere Safariausrüstung abzuholen. Gut verpackt in Kisten und Taschen lagerten Stative, Bohnensäcke, Kühlboxen und so einiges andere bei unseren Freunden.

Eshborn Guesthouse - Nairobi, Soykimau

Eshborn Guesthouse - Nairobi, Soykimau

Eshborn Guesthouse - Nairobi, Soykimau Eshborn Guesthouse - Nairobi, Soykimau
Eshborn Guesthouse - Nairobi, Soykimau Eshborn Guesthouse - Nairobi, Soykimau



Die Fahrt zum Sunworld-Büro, war dank des neuen Express Highways schnell gemeistert. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Gaby und Dave, einigen organisatorischen Absprachen und dem Einladen unserer Safari-Ausrüstung waren wir auch schon auf dem Weg zum Einkaufen. Zwar war für die ersten zwei Wochen unserer, dieses Mal wieder etwas längeren Safari, keine Selbstversorgung geplant, aber wie immer hatten wir gerne einen ordentlichen Vorrat an Getränken und ein paar Knabbereien für unterwegs dabei.

Nach dem ersten Einkauf in Nairobi, waren wir dann, dank der neu ausgebauten Straßen in den Norden zügig auf der A2 in Richtung Nyeri bzw. der Sandai-Farm unterwegs. Bis zur Ortschaft Thika hatten wir fast durchgehend das Gefühl den Moloch Nairobi nicht zu verlassen, dann wurde es endlich ländlicher. Immer öfter konnte man die, hier oben meist grüne Landschaft genießen. Vorbei an kleinen Shambas mit verschiedenen Bananenstauden, Mangobäumen oder Papayapflanzen und vorbei an Ziegen, Schafen oder kleinen Rindergruppen am Straßenrand. Wie gewohnt hieß es immer wieder abbremsen, um Ziegen über die Straße zu lassen oder Esel auf der Piste auszuweichen. Das Hochland war regenreich und Fruchtbar, wie man immer wieder an den vielen Obstständen am Straßenrand sehen konnte.

auf dem Weg in Richtung Mount Kenya auf dem Weg in Richtung Mount Kenya



Den erhofften Mount Kenya, den wir sonst regelmäßig schon aus großer Entfernung sehen können, konnten wir an diesem Vormittag leider nicht sehen. Zu dicht war die Wolkendecke, die den schneebedeckten Berg umgab. Dafür zeigten sich die langgestreckten Hügel der Aberdares, nachdem wir die Stadt Nyeri passiert hatten. Endlich, denn ich hatte es doch tatsächlich geschafft hatte, kurz hinter Nyeri falsch abzubiegen. Als ich dann meinen Fehler bemerkte, hielt ich am Straßenrand an. Petra hatte sofort Bedenken, wegen eines zugegeben recht zerschlissen aussehenden Mannes, der am Straßenrand hockte.
"Alles gut, ich will nur kurz auf das Handynavi sehen!", versuchte ich, sie zu beruhigen, doch da nahm das Unheil schon seinen Lauf. Der junge Mann trat an das Auto und säuselte etwas wie:
"What are you looking for!"
"Thanks, we are ok!" versuchte ich, ihn abzuwimmeln, aber da rief Petra schon unmissverständlich:
"Fahr los!" Ohne genau zu wissen warum, gab ich Gas. Der aufdringliche Kerl, sprang unterdessen auf das Trittbrett des Land Cruiser, krallte sich mit einer Hand am Spiegel fest und hielt in der anderen er eine gefüllte Plastikflasche, mit der er nun in Richtung Petra ausholte.
"Jogi!", rief Petra erneut, ehe ich den Angreifer durch eine schnelle Lenkbewegung abwerfen konnte. Im Rückspiegel sah ich noch, wie sich der Junge man sich nach ein wenig Umherkugeln wieder aufrappelte. In sicherer Entfernung stoppte ich den Land Cruiser erneut.
"Alles ok mit dir? Was ist los? Pensioniert und alles vergessen oder was? Hast du die Flasche nicht gesehen?", fragte Petra. Es fiel mir schwer sie wieder zu beruhigen.
"Sorry, nee, habe ich tatsächlich zu spät...war dumm, aber is ja nix passiert!", versuchte ich eher hilflos zu beruhigen und wusste, dass Petra recht hatte.
"Blöder Safaristart!", bemerkte Petra noch.

Während es rechts und links der Strecke noch recht grün gewesen war, erlebten wir nun auf den letzten Kilometern zur Sandai Farm immer trockeneres Gelände. Auf der Sandai-Farm selbst gab es keine grünen Halm mehr, die Landschaft war braun, aber über uns braute sich der lang ersehnte Regen bereits zusammen. Trotzdem hatten wir das Glück, von einem Pärchen Kronenkranichen auf der Zufahrt begrüßt zu werden.

Kronenkraniche auf der Sandai Farm

Sandai Farm - The Loom Cafe

Sandai Farm Haupthaus

Sandai Farm Sandai Farm


Nach den Kranichen begrüßte uns dann Petra Allmendinger auf ihrer Farm.
"Schön, dass ihr wieder hier seid!", nahm sie uns in den Arm. Wir kannten Petra und ihre Familie inzwischen schon seit 19 Jahren und freuten über jedes herzliche Wiedersehen. Immer gab es viel auszutauschen und zu erzählen. Wir hatten nicht nur viele gemeinsame Bekannte sondern auch die gleichen Interessen, wenn es um die Wildnis Kenias ging. Ganz abgesehen davon gab es auf Sandai in den letzten Jahren immer etwas Neues zu bestaunen oder zu erleben. Nach wie vor waren Petras Erfindungsreichtum und ihre Energie ungebremst und so wurde hier und da neu gebaut oder es wurden Events wie Yoga-, Mal- oder Trommelkurse angeboten. Alles nicht unbedingt unsere Aktivitäten, aber die Farm war groß genug, sodass man auch in Ruhe und allein Zeit zwischen ein wenig Wild oder in der ungestörte Natur verbringen konnte. Dieses Mal gab es ein neues, gar nicht mal so kleines Cafe zu bestaunen.

Da wir auch ihren Ex-Mann Peter und ihren Sohn Eve, ihre Tochter Tessa, samt Nachwuchs, sowie ihre beste Freundin Gitty auf Sandai antrafen, wurden es zwei ruhige familiäre Tage. Hatte ich mir anfangs noch ein wenig Wildbeobachtung vorgenommen, beschränkte ich mich nun auf die vielfällige Vogelwelt und darauf die überall herumhuschenden Nilgrasratten (eine Mäuseart) zu beobachten und neue Informationen über die hier lebenden Mähnenratten zu sammeln. Ansonsten wurde Kaffee getrunken, gequatscht, mit dem Bogen geschossen oder Spiele gespielt. Wir verbrachten also eine richtig entspannte, familiäre Zeit auf Sandai, wo wir dieses Mal wieder in einem der gemütlichen Gästezimmer übernachteten und uns auf jede der gemeinsamen und unterhaltsamen Mahlzeiten freuten.

Sandai Farm - The Loom Cafe

Sandai Farm - The Loom Cafe

Bogenschießen auf Sandai Bogenschießen auf Sandai Bogenschießen auf Sandai Bogenschießen auf Sandai


Sandai Farm - The Loom Cafe

Schmetterlinksfinken Black bellied firefinch

Schmetterlinksfinken

Grey flycatcher Twany flanked prinia

Speakes weaver

Rufous sparrow Bagalafecht weaver

Bushhoernchen Bronze sunbird
Nilgrasratte

Implala
Die Hunde auf Sandai Die Hunde auf Sandai

Nilgrasratte
Sandai Farm Sandai Farm

Brennende Straßen und drei erte Nächte am Ufer des Ewaso Ngiro
Nach diesen ersten beiden entspannten Tagen fuhren wir weiter um unser erstes richtiges Safariziel, das Samburu- / Buffalo-Nationalreservat zu erreichen. Zunächst fuhren wir entlang des Zauns der großen Solio Rhino Ranch bis nach Naro Moru und dann wieder weiter auf der A2 in Richtung Isolo. Nanyuki hatten wir schnell hinter uns gelassen und der Mount Kenya war nach wie vor in Wolken gehüllt. Es gab für uns keinen Grund anzuhalten. Zügig fuhren wir auf der gut befahrbaren Asphaltstraße immer weiter in Richtung Norden. Durchquerten kleinere Ortschaften und rollten vorbei an großen Getreidefeldern. Als wir jedoch gerade in die kleine Ortschaft Timau einrollten, wurde es auf einmal hektisch. Vor uns sah ich ich kleine schwarze Rauchsäulen aufsteigen. Menschen rannten kreuz und quer hin und her, und plötzlich drehten alle Fahrzeuge vor uns ab. Sie wendeten oder verschwanden in Seitenstraßen. Vor uns brannte die Straße. Ich stoppte den Wagen und rief einem entgegenkommenden Fahrzeugführer zu:
"What´s happed, what´s going on there!" "I don`t know! But better you turn around and park behind this big fence!" zeigte er auf die Umzäunung eines Einkaufsmarktes! Natürlich wendete auch ich sofort den Land Cruiser und fuhr zunächst einige hundert Meter zurück und hielt an einer kleinen Kreuzung, die uns mehrere Fluchtmöglichkeiten bot. Hinter mir stoppten weitere Fahrzeuge, die ebenfalls gewendet hatten. Es dauerte eine Weile, bis ich herausfand, was eigentlich los war. Kurz geschildert, hatte es eine oder mehrere Auseinandersetzungen mit Toten gegeben und man warf der Polizei Untätigkeit vor. Hiergegen demonstrierte man nun lautstark und aufgebracht. Überall auf der Straße lagen Steine und Felsbrocken. Männer und Frauen mit Holztafeln und Plakaten liefen umher; dazwischen brannten ausgelegte Autoreifen. Ich erkundigte mich bei den Einheimischen, nach Möglichkeiten die Straßensperre zu umfahren, erntete aber nur Kopfschütteln. Auch mein Navigationssystem wusste keine Lösung.
"Und jetzt?", fragte Petra zurecht etwas besorgt.
"Noch ist es früh. Wir warten erst einmal ab!", beschloss ich kurzerhand.

Nach etwa 30 Minuten rollte aus Richtung der Demonstration ein kleiner Fahrzeugkonvoi mit vier Fahrzeugen auf uns zu. Ich stoppte das erste Fahrzeug und hatte das Glück einen Land Cruiser vom Sheldrick Wildlife Trust gestoppt zu haben.
"Did you pass there?" fragte ich die Beifahrerin.
"Yes, they let you pass. Just go slowly!" antwortete sie und ich gab meine Erkenntnis an die Umstehenden weiter. Mit drei Fahrzeugen starteten wir daraufhin in Richtung Isiolo, die übrigen Fahrzeugführer zogen es vor, weiter zu warten. Ein Befahren der eigentlichen Straße war wegen der vielen Felsbrocken und Steine nicht mehr möglich, also fuhren wir links neben der Straße vor einigen Hütten entlang. Die Masse der Demonstranten befand sich auf der Straße, sodass wir zunächst zwar immer wieder den Steinen ausweichen mussten, aber dennoch langsam vorankamen. Wir fuhren als letztes der drei Fahrzeuge, als sich plötzlich einige Menschen aus der aufgebrachten Menge an unserem kleinen Konvoi störten. Während die beiden Fahrzeuge vor uns mehr oder weniger im letzten Moment auf den Aspahlt hinter den brennenden Reifen auffahren konnten, flogen uns plötzlich zwei riesige Steinbrocken vor den Wagen. Selbst für einen Land Cruiser waren sie zu groß um einfach darüber hinwegzufahren. Als ich versuchte die Steine zu umfahren hing plötzlich wieder ein Mensch vor unserem hochgedrehten Seitenfenster. Ich stoppte ,um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Eine Hand griff nach meinem recht großen Bowie Messer, das immer zwischen den Sitzen liegt. Mit der anderen Hand öffnete ich das Seitenfenster einen Spalt.
"Brother, we have nothing to do with your bullshit here! Please, let us pass!" versuchte ich halbwegs höflich eine Durchfahrt zu bekommen. Dann wurde der Man von einer jungen Frau weggezogen und verschwand wieder im Menschengetümmel auf der Straße. Ich trat auf das Gaspedal, umfuhr zwei, drei weitere Steine und dann waren auch wir an den brennenden Reifen vorbeigefahren und wieder auf der Straße.

Unruhen in Timau Unruhen in Timau

Bilder sind Netzfund und nicht von uns!


"Das muss ich jetzt aber auch nicht öfter haben!", bemerkte Petra, als wir unsere Fahrt fortsetzten. Obwohl bis kurz vor Isiolo an vielen Stellen Gesteinsbrocken am Straßenrand lagen, erreichten wir ohne weitere Probleme die Stadt. Da wir den Land Cruiser in Nanyuki bereits randvoll getankt hatten, stoppten wir in Isiolo nur einmal kurz um einen Polizisten nach der Sicherheitslage bis nach Archers Post zu fragen.
"You are safe here, there is no problem!" antwortete mir der ungewöhnlich freundliche Beamte.

Beruhigt, aber aufmerksam fuhren wir weiter und erlebten bis auf eine Blockade aus Dromedaren kurz vor Archers Post keine weiteren Überraschungen. Die Landschaft war inzwischen wüstenartig geworden. Es war eine trockene, ausgedörrte Savanne, die von einigen Akazien und wenigen grünen Sträuchern durchzogen war. Der kleine Ort Archers Post war an diesem frühen Nachmittag recht betriebsam. Überall wuselten Menschen herum, vor den einfachen Holzbuden wurde gefeilscht und verhandelt und alles Mögliche wurde auf dem eigenen Rücken oder auf dem von Eseln transportiert. Die Mehrheit der Einheimischen bestand aus Somalis, Samburus und Boran. Als wir kurz hinter der Ewaso-Ngiro-Brücke nach rechts in Richtung unseres ausgesuchten Camps abbiegen wollten, wurden wir erneut gestoppt. Einige, bis an die Zähne bewaffnete Ranger trieben eine, vermutlich beschlagnahmte Rinderherde vor sich her und versperrten uns so zunächst die Weiterfahrt. Irgendwann war die Piste dann aber wieder frei und wir rollten weiter. Schnell ließen wir die letzten Häuser und Hütten von Archers Post hinter uns und fuhren durch eine karge, staubtrockene Landschaft. Die sandige Piste schlängelte sich in Richtung des Ewaso-Ngiro-Fluss, wo wir wenig später vor dem Tor des Lion Cave Camps standen.

eine Herde Dromedare auf der Brücke in Archers Post



Das ausgesuchte Camp liegt auf einer kleinen Anhöhe direkt am Ufer des Ewasi Ngiro River und bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Fluss. Die Unterbringung erfolgt in Safarizelten oder kleinen Bandas. Bei den Zelten hat man grundsätzlich die Wahl zwischen einer Außen- oder einer Innendusche bei den Zelten, wobei wir uns wegen der schöneren Lage, für ein Zelt mit Innendusche entschieden haben. Direkt unter uns, floss der hier eingeengte Ewaso Ngiro lautstark vorbei. Einige Stromschnellen sorgten für viel Bewegung im Wasser. Umso erstaunter waren wir, als wir von der Terrasse aus ein Nilkrokodil in den Wellen beobachten konnten, welches offenbar mühelos gegen die Wellen anschwamm.

Nachdem wir unser Zelt eingerichtet hatten, unternahmen wir einen kleinen Rundgang durch das Camp, bis hinunter zum auf einem Felsplateau im Fluss, gemauerten Pool. Anschließend genossen wir einfach nur die Aussicht vom Camp aus. Neben dem Nilkrokodil entdeckten wir am Flussufer verschiedene Reiher und Gelbe Paviane. Nach dem Sundowner auf unserer Terrasse genossen wir am Abend noch ein unerwartet reichhaltiges und gutes Dinner im Restaurant des Camps!

Lions Cave Camp - Archers Post - Samburu Lions Cave Camp - Archers Post - Samburu


Lions Cave Camp - Archers Post - Samburu

Lions Cave Camp - Archers Post - Samburu

Unser Zelt im Lions Cave Camp

Unser Zelt im Lions Cave Camp
Anubis Pavian Lions Cave Camp - Archers Post - Samburu

Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro

Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro
Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro

Nilkrocodil im Ewaso Ngiro
Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro Goliath Reiher

Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro
Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro Lions Cave Camp Aussicht auf den Ewaso Ngiro

im Lions Cave Camp

Gelbschnabel Toko im Lions Cave Camp




Für die nächsten beiden Tage hatten wir uns vorgenommen, das Buffalo-Springs-Nationalreservat zu durchstreifen. Das Buffalo-Springs-Gate, durch das wir das Reservat noch nie befahren hatten, war nach nur zehn Minuten Fahrzeit vom Camp aus erreicht und die Parkgebühren waren schnell beglichen, wenngleich ich wegen der fehlenden Abrechnungstechnik am Gate, für die beiden Tage bar bezahlen musste. Noch immer (Stand 05.10.25) waren die sich gegenüberliegenden Reservate Samburu im Norden und Buffalo südlich des Ewaso Ngiro River getrennt. Obwohl die Brücke zwischen den beiden Reservaten schon seit Längerem wieder befahrbar war, verlangten beide Parks getrennte Parkgebühren. Wollte man also beide Parks an einem Tag befahren, wie es früher üblich war, musste man seit Anfang 2024 doppelt Parkgebühren bezahlen. Aktuell verlangen beide Parks auch unterschiedliche Gebühren. Während man im Baffalo-Park als Ausländer weiterhin 70 US-Dollar pro Person bezahlt, sind es im Samburu inzwischen 85 US-Dollar pro Person und Nacht!

Wir nutzten die beiden uns nun zur Verfügung stehenden Tage um das Buffalo-Reservat endlich einmal etwas genauer zu erkunden. Bei unseren bisherigen Besuchen hatten wir abgesehen von der Anfahrt durch das Ngara-Mara-Gate bis zur Brücke in den Samburu, das Reservat eigentlich immer nur entlang des Flusses genutzt. Da mein letzter Besuch an den "Buffalo Springs", also an den Quellen im Park, schon einige Jahre zurücklag, fuhren wir zunächst dorthin. Abgesehen davon, dass es an jenem Morgen noch gar nicht so übermäßig heiß war, ist das Baden in den Quellen schon seit einigen Jahren verboten!

Buffalo Springs Nationalreservat - Quellen

Buffalo Springs Nationalreservat - Quellen

Buffalo Springs Nationalreservat - Quellen

Buffalo Springs Nationalreservat - Quellen
Buffalo Springs Nationalreservat - Quellen Buffalo Springs Nationalreservat - Quellen

Elypsen Wasserbock Weibchen



Insgesamt verbrachten wir zwei wildreiche Tage im Buffalo Reservat beobachteten erste Netzgiraffen, Oryx Antilopen, Gerenuks, Somali Strauße und freuten uns besonders über viele Grevy Zebras, wobei wir in all den Herden die wir fanden nur ein einziges Fohlen ausmachen konnten. Und dieses Fohlen entdeckten wir interessanterweise nicht in einer der Herden, sondern nur zusammen mit seinen vermeintlichen Eltern. Neben den Grevy Zebras entdeckten wir aber auch Steppenzebras, die oft mit den Grevys zusammen standen. Abgesehen von Gerenuk-Antilopen, zeigten sich immer wieder Grant Gazellen, Impalas und kleine Dik-Dik. An einem der wenigen wasserführenden Zuflüsse zum Ewaso Ngiro entdeckten wir die ersten Nilwarane dieser Safari sowie ein weiteres kleines Nilkrokodil.

Game Drive im Buffalo Springs Reservat

Netzgiraffen im Buffalo Springs Reservat

Netzgiraffen im Buffalo Springs Reservat
kämpfende Netzgiraffen kämpfende Netzgiraffen

kämpfende Netzgiraffen

Oryx Antilopen mit Kälbern
Gerenuk Antilope, Weibchen Gerenuk Antilope, Männchen

Gerenuk Antilope, Männchen
Gerenuk Antilope, Männchen Gerenuk Antilope, Männchen

Nördliche Grant Gazellen
Nördliche Grant Gazelle, Weibchen Nördliche Grant Gazelle, Männchen

Nördliche Grant Gazelle und Grevy Zebra
Grevy Zebra Game Drive im Buffalo Springs Reservat


Grevy Zebra Ockerfarbiges Bushhörnchen

eine Herde Grevy Zebras

eine Herde Grevy Zebras

Steppen und Grevy Zebras

Grevy Zebra Stute mit älterem Fohlen
Grevy Zebra Fohlen Grevy Zebra Fohlen

Grevy Zebra Hengst
Impala Weibchen mit Kitz Impala Kitz

Impala Weibchen mit Kitz
Kirks Dik Dik Günthers Dik Dik

erste Elefanten Begegnung
Somalistrauß Hahn Somalistrauß Henne
Buschfrühstück im Buffalo Springs Reservat
Impala Bock mit Madenhacker Buschfrühstück im Buffalo Springs Reservat

Warzenschwein
Schmuckflughuhn, Henne Schmuckflughuhn, Hahn

Kaptäubchen, Hahn
Braunbauchflughuhn, Henne Braunbauchflughuhn, Hahn

Pirschfahrt im Buffalo Springs Reservat

Nilkrokodil junge Grüne Meerkatze

Grüne Meerkatzen
Cabanisweber, Henne Cabanisweber, Henne

Nilwaran



Obwohl wir von einer Leopardin und ihren Jungen, zwischen Isiolo- und dem White River wussten, konnten wir die gefleckte Raubkatze nicht aufspüren. Stattdessen entdeckten wir aber ein Löwenmännchen mit einem älteren Kill, welcher sich allerdings recht schnell zwischen einige dichte Büsche zurückzog. Am am zweiten Morgen begegneten wir dann zwei Tüpfelhyänen.

Die Vogelwelt präsentierte sich ebenfalls Artenreich. Neben den erwähnten Somali-Straußen beobachteten wir verschiedene Trappen, Webervögel, Flughühner. Zudem hatten wir das Glück zwei Raubadler mit ihrer Beute am Ufer des Ewaso Ngiro zu beobachten.

Natürlich hatten wir auch erste Begegnungen mit Elefanten und genossen es, in ihrer Nähe zu sein oder die Dickhäuter durch den Fluss laufen zu sehen. An beiden Tagen hatten wir unser Frühstück aus dem Camp mitgenommen und uns jeweils ein ungestörtes Plätzchen für unser Bushfrühstück gesucht! Beim zweiten Frühstück bekamen wir Besuch von einigen Warzenschweinen , die mehr oder weniger desinteressiert an uns vorbeizogen.

Löwe im Buffalo Springs Reservat

Löwe im Buffalo Springs Reservat
Löwe im Buffalo Springs Reservat Löwe im Buffalo Springs Reservat

Tüpfelhyäne im Buffalo Reservat
Marabu Tüpfelhyäne im Buffalo Reservat

Elefanten Begegnung im Buffalo Springs Reservat

Elefanten Begegnung im Buffalo Springs Reservat Elefanten Begegnung im Buffalo Springs Reservat

Elefanten Begegnung im Buffalo Springs Reservat

Schalachweber Little Beeeater, Zwergspint

Blaunackenmausvogel
Schopadler Raubadler

Raubadler
Anubispavian Anubispavian

am Ufer des Ewaso Ngiro Flusses, Buffalo Springs Reservat
Elefanten im Ewaso Ngiro River Buschfrühstück am Ufer des Ewsso Ngiro Rivers

Elefanten im Ewaso Ngiro River

Buschfrühstück am Ufer des Ewsso Ngiro Rivers

Elefanten im Ewaso Ngiro River

Elefanten im Ewaso Ngiro River

Elefanten im Ewaso Ngiro River

Netzgiraffen im Ewaso Ngiro River

Senegaltrappen
Helmperlhuhn Geierperlhuhn

Sonnenuntergang im Buffalo Springs Reservat

im Lions Cave Camp im Lions Cave Camp

Hausgecko im Lions Cave Camp
Dinner im Lions Cave Camp Dinner im Lions Cave Camp



Abgesehen von dem Löwen und den Raubadlern mit ihrer Beute ab, erlebten wir zwei Tage lang eine ruhige friedliche Wildnis, in der die spielerisch kämpfenden Netzgiraffenbullen vielleicht die einzige Aktion waren. Dafür hatten wir aber das Reservat fast für uns allein und begegneten nur wenigen anderen Fahrzeugen. Da das Lions Cave Camp ja außerhalb der Reservatsgrenzen liegt, mussten wir an beiden Tagen den Park rechtzeitig verlassen. So waren wir jeweils mit Anbruch der Dämmerung pünktlich zum Sundowner wieder an unserem Zelt!

Nach drei Nächten im Lions Cave Camp, brachen wir am frühen Morgen auf um direkt in das Samburu-Nationalreservat zu wechseln. Ursprünglich wollten wir vier Nächte in der neuen Samburu Lodge verbringen und dann mit drei weiteren Nächten im Larsens Camp in dieser Region abschließen. Da der Wiederauf- bzw. Umbau der Samburu Lodge jedoch noch nicht abgeschlossen war, hatte man uns buchstäblich die Lodge vor der Nase geschlossen und uns in das Larsens Camp umgebucht. Somit hatten wir das Glück, sieben Nächte im Larsens Camp zu verbringen. Wir nutzten aber natürlich trotzdem die Zeit um uns die neue Lodge wenigstens anzusehen - aber dazu später mehr.

- Teil II -
Große und kleine Katzen im Samburu

(hier gehts weiter - continue!)



Leopard Männchen am Ufer des Ewaso Ngiro


Boko Boko Guesthouse
Boko Boko - Porini, Restaurant and Guesthouse