Ein Reisebericht von:
Safari wangu, Reiseberichte und Infos


Text Jörg, Fotos Petra und Jörg Reinecke (digital)

Leopardin, Mutter von 2 Jungen, Buffalo Springs Natonalreservat


Zwischen sanften roten Elefanten und schwarzen Leoparden
- Eine Safari entlang des Ewaso Ngiro und in das Tsavo Gebiet -
- Oktober / November 2025 / Teil III -




Noch mehr Leoparden
Während wir die Sonnenuntergänge vom Zelt aus nicht sehen konnten, erlebten wir fast jeden Morgen einen traumhaften Sonnenaufgang von unserer Terrasse aus. Dazu gab es jeweils einen heißen Tee und ein paar trockene Kekse. Anschließend waren wir fertig für die erste Pirschfahrt des Tages. Wenn wir früh genug unterwegs waren, so wie am Tag 4 unserer Zeit im Samburu, lachte uns die aufgehende Sonne auf der Pirsch ins Gesicht. Erneut pirschten wir zunächst entlang der Koitogor-Hügelkette und suchten wieder nach Leoparden.
Nachdem wir uns allerdings eingestehen mussten, dass man das Glück nicht erzwingen kann, fuhren wir zurück zum Ewaso Ufer und suchten uns einen geeigneten Platz zum Frühstücken. Wichtig waren ein wenig Schatten durch einen Baum oder das Fahrzeug, ein guter Blick auf den Fluss und ein wenig Übersicht in die Büsche hinter oder neben uns. Zum Frühstück gab es dann je nach Laune, Eier und Speck, sowie Würstchen und Toast oder aber auch nur mal Müsli oder Joghurt. Dazu gab es frischen Saft und heißen Tee mit Milch. Meist konnten wir während des Frühstücks am gegenüberliegenden Ufer Wild beobachten. Irgendwelche Tiere zeigten sich immer. Am schönsten war es natürlich, wenn Giraffen oder Elefanten den Fluss kreuzten und von einem Ufer ans andere wechselten. Aber auch Antilopen die zum Trinken kamen, waren sehr willkommen. An diesem Tag hatten wir besonderes Glück und beobachteten neben einigen Grant Gazellen in der Ferne eine Gruppe Grevy Zebras, die zum Trinken an den Fluss gekommen waren.

Sonnenaufgang am Ewaso Ngiro, Soroi Larsens Camp

Sonnenaufgang am Ewaso Ngiro, Samburu
auf Pirschfahrt im Sambu Reservat auf Pirschfahrt im Sambu Reservat

auf Pirschfahrt im Sambu Reservat
Klippschliefer im Samburu Klippschliefer im Samburu
Kirk Dik Dik
Kap Triel Short-Necked Skink, Mabuya brevicollis; Männchen

Weisskehlwaran

Sudan Schildechse, Gerrhosaurus major
Rotschopftrappe Günters Dik Dik

auf Pirschfahrt im Sambu Reservat

Östliche Grantgazellen am Ufer des Ewaso Ngiro
Östliche Grantgazellen und Oryx Antilope am Ufer des Ewaso Ngiro Busch-Frühstück am Ufer des Ewaso Ngiro

Busch-Frühstück am Ufer des Ewaso Ngiro

 am Ufer des Ewaso Ngiro

Grevyzebras am Ufer des Ewaso Ngiro

Grevyzebras am Ufer des Ewaso Ngiro



Den Rest des Vormittags nutzten wir, um uns die neue Samburu Lodge anzusehen. Wir hatten nicht nur die alte Samburu Lodge gemocht und in unseren ersten Afrikareisejahren oft genutzt, sondern kannten auch die Baupläne für die neue Lodge. Nicht zuletzt hatten wir die Lodge bereits für eine unserer nächsten Safaris gebucht.

Auch wenn wir uns eigentlich in kleinen Camps wohler fühlen, wollten wir die gute Lage der Lodge noch einmal ausnutzen. Schließlich hatte ich in den späten 90er Jahren einige recht interessante Wildbegegnungen in der Lodge. Angefangen von Nilwaran-Paarungen über Begegnungen mit Kaffernbüffeln, Elefanten und Großen Kudus bis hin zu einer Begegnung mit einem jungen Leoparden war alles dabei. Es gab eine Zeit, da war einem der Leopard direkt vor der Lodge fast garantiert. Wir hofften natürlich an diese Zeit anknüpfen zu können.

Nachdem wir in der Lodge nicht nur Nadim, einen alten Freund und im Prinzip der Bauleiter dieses und anderer Projekte, sondern auch Daniel den neuen Manager der Lodge angetroffen bzw. kennengelernt hatten. Und zudem eine ausführliche Führung, sowie einen sehr guten Cappoccino bekommen hatten, konnten wir uns einen längeren Aufenthalt in der Lodge recht gut vorstellen. Vor allem, wie geplant mit Familie und Enkelkindern. Selbst die normalen Zimmer, die in Blöcken zu jeweils vier Zimmern untergebracht waren, versprühten einen Hauch von Luxus, waren geräumig und passend eingerichtet. Von der Terrasse bzw. dem Balkon aus hatte man einen schönen Ausblick auf den angrenzenden Ewaso-Ngiro-River und die alte Poolanlage war etwas ausgebaut und um eine Aussichtsterrasse mit Blick auf mehrere kleine Wasserstellen hinter der Lodge erweitert worden. Auch wenn uns persönlich das Dining Gebäude eine wenig an eine schöne Kanitine erinnert, so bot die vorgelagerte große Terrasse einen schönen Blick auf den Fluss und versprach ebenfalls Wildbeobachtung von der Lodge aus. Besonders schön fanden wir, dass die alte Bar bzw. der Bereich direkt über dem Fluss erhalten werden konnte und mit dem neuen Kamin richtig stylish wirkte.
Nochimmer sind nicht alle Zimmer gebaut, weswegen die Lodge fast ein Jahr später als geplant komplett eröffnen wird!

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat / Wiedereröffnung Juli 2026

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat
Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat
Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat
Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat

Soroi Samburu - Lodge, Samburu Nationalreservat



Abgesehen von der Besichtigung der Samburu Lodge und dem Zusammentreffen mit Nadim, waren dann die Löwen am Nachmittag unser Highlight. Die alten Löwinnen hatten ihre sechs Jungen alleine zurückgelassen und waren vermutlich erneut über den Fluss gegangen um in Ruhe jagen zu können. Deutlich abgemagert lagen die sechs jungen Löwen zwischen den Büschen, wanderten unentschlossen hin und her und hofften sicherlich, dass die Mütter und Tanten erfolgreich jagen, damit auch für sie noch etwas abfällt!
Am späten Abend bekamen wir dann, neben ein bisschen Samburu Kultur, endlich auch den wahren Herrscher dieses Flussabschnitts zu sehen. Unterhalb der Terrasse zeigte sich ein mindestens sechs Meter langer Nilkrokodil-Bulle. Neben ihm sahen die auch recht großen Weibchen nahezu ziehrlich aus.

junge, hungrige Löwen im Sambu Reservat

junge, hungrige Löwen im Sambu Reservat

junge, hungrige Löwen im Sambu Reservat
junge, hungrige Löwen im Sambu Reservat junge, hungrige Löwen im Sambu Reservat

junge, hungrige Löwen im Sambu Reservat

Sonnenuntergang im Samburu Reservat
Samburu Nilkrokodilbulle am Ufer des Ewaso Ngiro

Nilkrokodilbulle am Ufer des Ewaso Ngiro



Der nächste Tag begann gewohnt früh, sodass wir mit Sonnnenaufgang aus dem Camp fahren konnten. Wenige hundert Meter neben dem Camp trafen wir auf eine Junggesellen Gruppe Gerenuks und erlebten eine kleine Premiere: Zwei der Männchen begannen spielerisch an zu kämpfen. Zwar haben wir schon diverse verschiedene Antilopenarten beim Kräftemessen oder auch bei ernsthaften Revierkämpfen beobachtet, aber eben noch nie die langhalsigen Giraffengazellen bzw. Gerenuks. Immer wieder stießen die beiden jungen Böcke ihre Schädel gegeneinander oder versuchten den Kopf des Gegners mit den eigenen Hörnern herunterzudrücken. Irgendwie kam uns der Kampf dieser Antilopen eleganter vor als der Kampf anderer Hornträger.

Sonnenaufgang im Samburu Reservat

kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks

kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks

kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks
kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks

kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks

kämpfende Giraffenhalsantilopen, Gerenuks


Nachdem wir die Gerenuks verlassen hatten, beschlossen wir, uns ein bisschen mehr auf die vielfältige Vogelwelt dieser Region zu konzentrieren. Helm- und Geierperlhühner, verschiedene Trappen, Schmuckflughühner, Frankoline, Bartvögel, Dreifarbenglanzstare oder Reiher und Eisvögel hatten wir eigentlich jeden Tag zu sehen bekommen, aber nie wirklich länger beobachtet. Das wollten wir nun ein wenig ändern. Besonders entlang des Ewaso Ngiro Ufers gab es viele Vögel zu entdecken.

Kuh- und Schwarzkopfreiher
Wahlbergsadler Schreiseeadler

verschiedene Adler und Geier am Ufer des Ewaso Ngiro
Wollkopfgeier Ohrengeier

Nilgänse am Ufer des Ewaso Ngiro
Nimmersatt fischt im Ewaso Ngiro Rüppelgeier in Doumpalme

Game Drive am Ufer des Ewaso Ngiro
Graukopfliest Graukopfliest

Flammkopfbartvogel
Langschwanzwürger Ohrenfleckenbartvogel

Ohrengeier



Unsere Aufmerksamkeit galt eher den Raub- und Greifvögeln. Wir versuchten fast immer, Raubadler, Gaukler, Weihen oder Geier im Bild festzuhalten. Am Ende waren es dann auch letztgenannte, die uns zu unserer nächsten Katzensichtung führten. Am Himmel waren uns einige Geier und andere Greifvögel aufgefallen, die nicht nur suchend unter den Wolken kreisten, sondern nacheinander im Sinkflug ein Ziel ansteuerten.

Neugierig folgten wir den großen Vögeln und entdeckten einige Geier und Raubadler in einer großen Doumpalme. Da es einen Grund für die Anwesenheit so vieler Greifvögel geben musste, suchten wir am Boden weiter und fanden, was wir geahnt und gehofft hatten. Zwischen den Büschen lief ein großes Löwenmännchen mit einer kleinen Beute im Maul. "Irgendwie etwas löwenunwürdig, aber Mahlzeit ist Mahlzeit!", bemerkte ich, als wir erkannten, dass der Löwe die Reste eines Dik-Diks im Maul trug. Ob er die kleine Antilope selbst erbeutet oder einem schwächeren, kleineren Räuber abgejagt hatte, ließ sich nicht mehr feststellen. Auf jeden Fall legte sich die große Raubkatze neben einen Busch in den Schatten und kaute lautstark auf den Resten des Kadavers herum bzw. lutschte regelrecht auch die kleinsten Knochen ab. Übrig blieben nur ein paar kleine, blanke Knochen. Als der Löwe aufstand und weiterzog, folgten wir ihm entlang der Piste. Plötzlich blieb die kräftige Katze stehen, duckte sich kurz und sprang dann völlig unverhofft kopfüber in einen kleinen Busch. Bevor wir reagieren konnten, flüchtete erneut eine Wildkatze vor unseren Augen und wart nicht wieder gesehen. Wir folgten dem Löwen anschließend, bis er sich in dichtem Buschwerk in den Schatten zurück zog.

Schwarzbrustschlangenadler im Flug

Rüppelgeier und Raubadler in Doumplame
Raub- oder Savannenadler Raub- oder Savannenadler

Raub- oder Savannenadler, Samburu
Gaukler Adler, Samburu Gaukler Adler, Samburu

Löwe mit Senderhalsband und Dik Dik als Beute

Löwe frisst Dik Dik im Samburu Reservat

Löwe frisst Dik Dik im Samburu Reservat
Löwe frisst Dik Dik im Samburu Reservat

Löwe frisst Dik Dik im Samburu Reservat

Löwe mit Senderhalsband, Samburu


"Frühstücken?", stellte Petra die immer wiederkehrende Frage und ich nickte.
"Wieder am Fluss?" fragte sie weiter und ich nickte erneut. Dass uns bei der Fahrt zu unserem Frühstücksplatz dann aber erst eine Löwin und anschließend noch eine Gruppe Elefanten aufhalten würde, konnten wir nicht ahnen.

"Jetzt knurrt mir auch der Magen!" bemerkte Petra während wir Tisch und Stühle aus dem Land Cruiser ausluden. "Ich kann nix dafür, dass es wieder so spät geworden ist. Dieses Mal bin ich wirklich unschuldig!" lachte ich. "Dieses Mal ja!" antwortete Petra. Als dann auch noch ein Nilwaran aus den Buschwerk neben uns herauskam und schnell wieder im Dickicht verschwand, verzögerte sich das Frühstück ein weiteres Mal. Nach dem Frühstück machten wir da weiter, wo wir am Morgen begonnen hatten und beobachteten in erster Linie Vögel und Reptilien.

Löwen Weibchen im Samburu Reservat

Löwen Weibchen im Samburu Reservat

Elefanten im Samburu

Elefanten im Samburu

Elefanten im Samburu

Elefanten im Samburu

Bushbreakfast im Samburu
Bushbreakfast im Samburu Bushbreakfast im Samburu

Nilwaran am Ufer des Ewaso Ngiro

Nilwaran am Ufer des Ewaso Ngiro

Geierperlhühner im Samburu
Großtrappe im Samburu Großtrappe im Samburu
Helmperhühner im Samburu
Von der Deckens Toko im Samburu Gelbschnabel Toko im Samburu

Gelbkehlfrankoline im Samburu
Schopffrankolin im Samburu Gelbkehlfrankolin

Dreifarbenglansstare im Samburu Reservat


Gegen Mittag bekamen wir dann von einem Freund einen Tipp, eine Leopardin auf der anderen Seite im Buffalo-Springs-Reservat hatte am Morgen ein Impala Weibchen erlegt und in einem großen Baum abgelegt! Wir überlegten natürlich nicht lange, ließen uns die Stelle von Mwashi genau beschreiben, nahmen noch kurz ein leichtes Lunch zu uns und fuhren dann in Richtung des besagten Baumes. Die Brücke über den Ewaso Ngiro war in einem gutem Zustand und grundsätzlich mussten wir zunächst nur der geschotterten Hauptpiste folgen.
"After crossing White River, go left. You will see a big tree with the kill in it. You can´t miss it!" hatte Mwashi uns mit auf den Weg gegeben und so bogen wir wie beschrieben hinter dem trockenen Flussbett nach links ab und fingen an einen Kill in einem großen Baum zu suchen. Nach zwei Runden im Kreis gab ich auf.
"Wir sind hier falsch, irgendetwas stimmt an der Beschreibung nicht oder ich habe es falsch verstanden. Hier hängt nirgends ein Kill im Baum!" Verunsichert telefonierte ich mehrfach mit unserem Tippgeber. Immer kam das Gleiche dabei heraus. Wir waren am richtigen Ort und in der richtigen Ecke des Reservats. Eigentlich waren wir genau dort wo wir an den ersten beiden Tagen unserer Safari auch vergeblich nach einer Leopardin und ihren Jungen gesucht hatten.
"I will wait for you at White River crossing and than you show me!" erklärte ich Mwashi bei unserem vierten und letzten Anruf.
"Ok, it´s a bit deeper insite, but it´s there!" lachte Mwashi. Als dann die ersten Land Cruiser von Sunworld auftauchten folgte ich den Fahrzeugen. Aber eigentlich fuhren wir da, wo wir allein schon mehr als zwei Stunden im Kreis gefahren waren. Dann tauchte Mwashi auf:
"Sorry Jorg! The kill is gone, there is no more kill in the tree!"
" That's the best thing I've heard in days! I'm not too stupid to find a dead animal in a tree after all!", antwortete ich und die Gäste in Livingstones Fahrzeug lachten. Dann machten wir uns mit mehreren Fahrzeugen daran die Leopardin und den Kill zu suchen. Von der Beute fanden wir nichts wieder und ich vermutete, dass einer der beiden Jungen Leoparden beim Fressen oder Spielen die Beute versehentlich aus dem Baum befördert hatte. Die allgegenwärtigen, unsichtbaren Hyänen hatten dann den Rest erledigt.

Doch wir hatten Glück, die Leopardin tauchte plötzlich wieder auf und erschien genau neben unserem Fahrzeug. Aber sie schien ihre Jungen oder das Junge, den niemand war sich sicher ob sie noch beide Junge hatte, zu vermissen. Am Morgen war sie nur in Begleitung eines Jungtieres gesehen worden. Lautstark rief die Leopardin nach ihrem Nachwuchs, immer wieder erklang ihr raues, rauchiges Brüllen. Dann tauchte ein junger Leopard auf, schlich kurz um seine Mutter und rannte dann übermütig umher. Kurze Zeit später verschwanden Mutter und Tochter im Dickicht am Ufer des ausgetrockneten White River.

Leopard, Weibchen ruft ihren Nachwuchs, Samburu

Leopard, Weibchen ruft ihren Nachwuchs, Samburu

Leopard, Weibchen ruft ihren Nachwuchs, Samburu

sehr junger Leopard, Samburu

sehr junger Leopard, Samburu

sehr junger Leopard, Samburu

Leopardenmutter

Leopard, Weibchen mit Jungem - Samburu

Leopard, Weibchen mit Jungem - Samburu

Leopard, Weibchen mit Jungem - Samburu

Leopard, Weibchen mit Jungem - Samburu

Leopard, Weibchen mit Jungem - Samburu

Leopard, Weibchen mit Jungem - Samburu



Wir suchten noch eine Weile auf beiden Uferseiten nach den Leoparden, dann gaben wir auf - die Natur hatte sie wieder verschlungen. Zufrieden mit der unerwarteten Begegnung fuhren wir zurück in den Samburu-Nationalpark zum Larsens Camp. Also fast jedenfalls. Das Samburu-Reservat erreichten wir, aber auf der Brücke vernahmen wir ungewohnte und unschöne Geräusche. Wir mussten feststellen, dass wir einen Platten hinten links hatten. Letztendlich war es Glück im Unglück, denn gleich hinter der Brücke war das Ranger-Hauptquartier. So hatten wir schnell Hilfe von einem vorbeikommenden Ranger, der eigentlich an diesem Tag frei hatte. Natürlich hätten wir den Reifen auch selbst wechseln können, aber so ging es deutlich schneller. So war das kleine "matata" schnell behoben und wir wieder fahrtüchtig. Dass sich im Nachhinein im Camp herausstellte, dass die Felge so beschädigt war, dass der Reifen nicht geflickt werden konnte, war zwar unschön aber auf noch verkraftbar, da wir ja noch einen zweiten Reservereifen hatten. Auf unserer geplanten Fahrt bis in den Lumo war ohnehin ein zweitägiger Zwischenstopp in Nairobi eingeplant. Der Austausch des kaputten Reifens gegen einen neuen war daher schnell organisiert.

Verbindungsbrücke über den Ewaso Ngiro zwischen Buffalo Springs und Samburu Reservat

Verbindungsbrücke über den Ewaso Ngiro zwischen Buffalo Springs und Samburu Reservat
platter Reifen im Samburu Reservat platter Reifen im Samburu Reservat



Beim Dinner auf der Terrasse beobachteten wir interessiert den Fluss. Wir hatten den Eindruck, dass der Wassertand während unserer Anwesenheit abgenommen hatte und sich allmählich einzelne Sandbänke bildeten.
"Ich denke, morgen werden wir noch einmal am Ufer entlangfahren und insbesondere auf Nilkrokodile auf den Sandbänken achten. Wenn es noch trockener wird, wird sicherlich noch mehr Wild im und am Fluss zu finden sein!" dachte ich laut und verkündete gleichzeitig meinen Plan für den letzten Tag im Samburu-Reservat. Petra nickte nur, während sie die Weintrauben von ihrer Käseplatte im Mund verschwinden ließ. Von den täglich zweimal angebotenen Drei-Gänge-Menüs, bestellten wir nach wie vor nur einen Bruchteil. Eine warme Mahlzeit und irgend eine Leckerei zur zweiten Mahlzeit reichten uns in der Regel, wobei uns die extrem leckeren Nachspeisen immer wieder schwach werden ließen!

Den Tag ließen wir meist auf unserer Terrasse vor dem Zelt ausklingen. Ein eisgekühlter Drink und eine kleine Knabberei beendeten in der Regel den Tag, wenn es mich nicht gerade in den Photo Hide zog. Aber dazu später mehr.

Sundwoner Drink auf der Terrasse vor unserem Zelt, Larsens Camp - Samburu Sundwoner Drink auf der Terrasse vor unserem Zelt, Larsens Camp - Samburu



Natürlich begannen wir auch unseren letzten Tag im Samburu-Gebiet mit der Suche nach Raubkatzen und wie geplant mit der Suche nach Nilkrokodilen. Letztere fanden wir, wie erhofft an mehreren Stellen im Flussbett. Kleinere aber auch größere Exemplare genossen die ersten Sonnenstrahlen oder dösten auf den Sandbänken im Fluss vor sich hin. Dann entdeckten wir am anderen Ufer plötzlich ein einzelnes Grevy-Zebra. Das enggestreifte Huftier war jedoch nicht zum Trinken an den Fluss gekommen; dieses Grevy wollte den Fluss durchqueren. Der Zebra-Hengst musste um die Gefahr durch die Krokodile wissen, ging aber dennoch zielstrebig in die an der Stelle gar nicht mal so flachen Fluten des Ewaso Ngiro. Er machte dabei soviele Geräusche und verursachte soviel Bewegung im Wasser, dass anwesende Krokodile das Tier auf jeden Fall bemerken mussten. Dann kam es wie es kommen musste an einer besonders tiefen Stelle trafen ein vermutlich kleineres Krokodil und der Hengst zusammen. Wild aufbäumend und das Wasser aufschäumend wirbelte das Zebra herum und trabte zügig zurück an das rettende Ufer, wo es hinter den Büschen verschwand.

Nilkrokodil auf einer Sandbank im Ewasi Ngiro

Nilkrokodile auf einer Sandbank im Ewasi Ngiro

Nilkrokodile auf einer Sandbank im Ewasi Ngiro

Nilkrokodil auf einer Sandbank im Ewasi Ngiro

Nilkrokodil auf einer Sandbank im Ewasi Ngiro

Nilkrokodil auf einer Sandbank im Ewasi Ngiro

Nilkrokodil im Ewasi Ngiro - Samburu

Nilkrokodil im Ewasi Ngiro - Samburu

Nilkrokodil im Ewasi Ngiro - Samburu

Nilkrokodil im Ewasi Ngiro - Samburu

Grevyzebra versucht den Ewaso Ngiro Fluss zu durchqueren und trifft auf ein Krokodil

Grevyzebra versucht den Ewaso Ngiro Fluss zu durchqueren und trifft auf ein Krokodil

Grevyzebra versucht den Ewaso Ngiro Fluss zu durchqueren und trifft auf ein Krokodil

Grevyzebra versucht den Ewaso Ngiro Fluss zu durchqueren und trifft auf ein Krokodil

Grevyzebra versucht den Ewaso Ngiro Fluss zu durchqueren und trifft auf ein Krokodil Grevyzebra versucht den Ewaso Ngiro Fluss zu durchqueren und trifft auf ein Krokodil



Kaum war das Zebra aus unserer Sicht verschwunden, tauchte ein großer Elefanten-Bulle am Ufer auf und durchquerte den Fluß. Wenig begegneten wir einer größeren Herde Elefanten und erlebten erneut gut gelaunte, neugierige junge und entspannte alte Elefanten. Spielerisch kamen gleich drei Elefantenkälber auf uns zugerannt. Ruderten wild und noch etwas unkontrolliert mit ihrem Rüssel in der Luft umher, stellten ihre Ohren bedrohlich nach vorne und trollten sich dann wieder. Ihre Mütter, Tanten und auch wir sahen dem Treiben gelassen zu. Nach einer Weile entschloss sich die Matriarchin ebenfalls ihre Familie über den Fluss zu führen. Zwar hatten die großen Dickhäuter nichts von den Krokodilen zu befürchten, aber auf die vielen teilweise sehr kleinen Kälber mussten sie schon achten. Nicht nur wegen der Krokodile, sondern auch wegen der Untiefen im Fluss. Doch auch, wenn es manchmal dramatisch aussah, kamen am Ende alle Elefanten wohlbehalten am anderen Ufer an und wir waren um ein weiteres Elefantenabenteuer reicher!

einzelner Elefant durchschreitet den Ewaso Ngiro Fluss

einzelner Elefant durchschreitet den Ewaso Ngiro Fluss

einzelner Elefant durchschreitet den Ewaso Ngiro Fluss

große Elefanten Herde am Ufer des Ewaso Ngiro Flusses

große Elefanten Herde am Ufer des Ewaso Ngiro Flusses

kleine, übermütige Elefanten im Samburu Reservat
kleine, übermütige Elefanten im Samburu Reservat kleine, übermütige Elefanten im Samburu Reservat

kleine, übermütige Elefanten im Samburu Reservat

Elefanten Herde am Ufer des Ewaso Ngiro

Elefanten Herde schreitet durch den Ewaso Ngiro

Elefanten Herde schreitet durch den Ewaso Ngiro

Elefanten Herde schreitet durch den Ewaso Ngiro

Elefanten Herde schreitet durch den Ewaso Ngiro


Nachdem es am Fluss wieder ruhiger geworden war suchten wir erneut nach Nilkrokodilen wurden aber nach einiger Zeit von einem einzelnen Elefantenbullen abgelenkt. Nachdem wir ihm eine Weile gefolgt waren, war ich mir ziemlich sicher, der Elefant trottete geradewegs auf das Larsens Camp zu.
"Mit etwas Glück geht er an die Wasserstelle vor dem Photo Hide!" überlegte ich laut.
"Aber wenn wir vor ihm da sein wollen, musst du jetzt etwas Gas geben!", antwortete Petra und hatte recht. Während der Dickhäuter querfeldein die Wasserstelle erreichen konnte, mussten wir auf den Pisten bleiben um das Camp zu erreichen und dann schließlich noch zu Fuß bis an zum Photo Hide laufen, ganz abgesehen von dem langen unterirdischen Tunnel ins Versteck.

Trotzdem hatten wir beschlossen es zu versuchen. Wir beeilten uns also um vor dem Elefanten an der Wasserstelle zu sein. Im Camp angekommen, begleitete Moses uns in den Photo Hide am Ende des Camps. Aber wir hatten die Rechnung ohne den Elefanten gemacht. Der graue Riese ließ sich nicht blicken, er war vorher abgedreht und am Camp entlanggeschlendert, wie wir später erfuhren. Da wir nun schon einmal im Photo Hide waren, blieben wir auch erst einmal eine Weile im unterirdischen Versteck sitzen. Das heißt ich blieb eine ganze Weile. Petra war es in dem Container einfach zu heiß und Moses war gar nicht erst mit hineingekommen, sondern wartete am Tunnelausgang auf uns bzw. auf Petra.

eine weitere Elefantenbegegnung im Samburu Reservat
eine weitere Elefantenbegegnung im Samburu Reservat eine weitere Elefantenbegegnung im Samburu Reservat

eine weitere Elefantenbegegnung im Samburu Reservat

eine weitere Elefantenbegegnung im Samburu Reservat



Da der Fluss ja nach wie vor noch Wasser führte, gab es für größeres Wild eigentlich keinen Grund an die neue Wasserstelle zu kommen. Die Tiere hatten noch nicht gelernt, dass sie an diesem kleinen Wasserloch keine Krokodilangriffe zu befürchten brauchten. Aber die kleineren Savannenbewohner und die nachtaktiven Tiere wussten die Wasserstelle schon zu schätzen. In einer der Nächte hatte ich schon das Glück gehabt ein Stachelschwein beobachten zu können. Leider war das stachelige Tier nicht zum Trinken an das Wasser gekommen, sondern war nur in einiger Entfernung vorbeigelaufen. Ich freute mich trotzdem über diese Sichtung und wusste dank der Überwachungskamera, dass das oder die Stachelschweine durchaus auch zum Trinken kamen. Da sich während unserer Anwesenheit gleich mehrere Gruppen von Fotografen im Camp aufgehalten hatten, hatte ich bisher auf ein längeres Ansitzen im Hide während der vergangenen Nächte verzichtet.
Auch wenn der Elefant sich nicht sehen ließ, so hatte ich das Glück eine Horde Gelber Paviane, verschieden Vögel und Bushhörnchen zu beobachten.

Anubispaviane am Fotohide im Soroi Larsens Camp
Anubispaviane am Fotohide im Soroi Larsens Camp Anubispaviane am Fotohide im Soroi Larsens Camp

Anubispaviane am Fotohide im Soroi Larsens Camp

Brillentaube am Fotohide im Soroi Larsens Camp

Bushhörnchen am Fotohide im Soroi Larsens Camp

Lappenstare, Hennen am Fotohide im Soroi Larsens Camp



Obwohl wir uns im Camp befanden, in dem wir ein spätes Frühstück hätten einnehmen können, entschieden wir uns, wieder hinauszufahren und am Flussufer zu frühstücken. Kaum hatten wir aber am Fluss eine unserer Lieblingsstellen erreicht und damit begonnen unser abgepacktes Frühstück auf dem kleinen Klapptisch auszubreiten, da erspähten wir in einiger Entfernung einen Großen Kudu am Flussufer. "Ein Kudu, ein Kudu, ich fass es nicht!" konnte ich unser Glück kaum glauben. Tatsächlich hatten wir jetzt acht Tage lang nach diesen großen und für mich schönsten Antilopen Afrikas gesucht. "Lass alles stehen und steig ein!", rief ich Petra fast aufgeregt zu. "Stehen lassen?", sah sie mich ungläubig an. "Ja, stehen lassen! Löwen trinken keinen Tee und Elefanten schmeißen keine Tische um. Was soll also passieren!" Und dann saßen wir auch schon im Land Cruiser und fuhren zu dem majestätischen Kudu-Bullen. Fast 300 Kilogramm Muskelmasse gekrönt mit einem der schönsten Gehörne der afrikanischen Tierwelt, standen neben uns am Flussufer und ließen sich von uns nicht stören. "Was für ein Anblick!" sinnierte ich vor mich hin, während wir die außergewöhnliche Antilope bestaunten. "Geil, jetzt fehlt nur noch ein Weibchen!", ergänzte ich augenzwinkernd und bekam die erwartete Reaktion von Petra. "Kannst du nicht einmal mit etwas zufrieden sein?" "Oh, ich bin mehr als zufrieden. Erst das Grevy, dann die Elefanten im Fluss und jetzt der Bulle, mehr geht nicht an einem Morgen!" antwortete ich. Nachdem der Kudu zurück ins Dickicht gelaufen war, fuhren wir zu unserem bereits aufgebauten Frühstücksplatz zurück.

Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro

Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro

Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro
Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro

Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro

Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro

Großer Kudu am Ufer des Ewaso Ngiro



Bis zum Mittag hatten wir nicht nur einige gute Nilkrokodilbeobachtungen gemacht sondern mit Grevy-Zebra, Großem Kudu und Elefantenbegegnungen auch sonst viel erlebt. Dass wir am Nachmittag dann auch noch einen weiteres Leopardenmännchen zu sehen bekamen war dann wohl das Glück des Tüchtigen. Wie in einem Bilderbuch lag der Leopard auf einem großen Felsbrocken unweit der neuen Soroi Samburu Lodge, die sich südlich der Koitogor-Hügelkette befindet.

Das schroffe Gelände und die vielen Gesteinsbrocken machten uns eine Annäherung allerings nicht leicht und so beobachteten wir den Leoparden in erster Linie durch unsere Ferngläser oder mit Hilfe eines starken Objektives. Anfangs lag die Raubkatze mehr oder weniger posierend auf dem Felsen und beobachtete seinerseits die Umgebung. Dann musste er plötzlich etwas entdeckt haben. Der Leopard setzte sich auf, duckte sich plötzlich ab und schlich in Katzenmanier den Felsen hinunter. Für mehrere Minuten wussten wir nicht wo der Leopard geblieben war. Möglicherweise hatte der gefleckte Jäger seine Beute auch vom Felsen aus angesprungen. Auf jeden Fall entdeckten wir den Leoparden einige Meter von seinem Ausgangspunkt entfernt mit einem Dik Dik im Maul wieder. Dichtes trockenes Gestrüpp und viele Äste schränkten unsere Sicht stark ein. Dennoch konnten wir sehen, wie die Raubkatze das Fell von ihrer Beute rupfte. Anstatt seine Beute jedoch an Ort und Stelle zu verspeisen oder auf einem Baum in Sicherheit zu bringen, schleppte der Leopard das Dik Dik auf ein kleines Felsplateau und fing an mit der Beute zu spielen. Immer wieder warf er das tote Dik Dik in die Luft oder von de Felsen hinunter oder schleuderte es einfach nur im Maul hin und her. Wir beobachteten das ungewohnte Szenario, bis zum Sonnenuntergang und fuhren dann beeindruckt zurück ins Larsens Camp.

Leopard auf einem Felsen im Samburu Reservat

Leopard auf einem Felsen im Samburu Reservat

Leopard auf einem Felsen im Samburu Reservat
Leopard jagt erfolgreich Günthers Dik Dik, Samburu Leopard jagt erfolgreich Günthers Dik Dik, Samburu

Günters Dik Dik, Samburu
Leopard jagt erfolgreich Günthers Dik Dik Leopard jagt erfolgreich Günthers Dik Dik

Leopard frisst Dik Dik, Samburu Leopard frisst Dik Dik, Samburu

Leopard spielt mit seiner Beute, Samburu

Sonnenuntergang am Ewaso Ngiro, Samburu



Nach dem Dinner nutzte ich ein vorerst letztes Mal die Chance vielleicht doch noch die gesuchten Streifenhyänen und andere nachtaktive Tiere zu sehen. Während Petra das gemütliche, große Doppelbett im Safarizelt vorzog, richtete ich mich im Photo Hide ein. Öffnete die Fenster, stellte die Scheinwerfer ein und rückte mir zwei Stühle zurück. Während ich eigentlich noch schwer beschäftigt und noch gar nicht allzu lange im Hide war, erschien plötzlich eine Streifenhyäne vor mir am Wasserloch. Mir stockte der Atem, ich versuchte möglichst geräuschlos zu meiner Kamera zu gelangen, hatte aber keine Chance. Obwohl der Boden mit dickem Gummibelag gepolstert war, nahm die Hyäne mich wahr. Oder zumindest störte sie irgendetwas, denn statt zu trinken verschwand sie lautlos in der Dunkelheit. Sie war noch nicht ganz aus meiner Sicht verschwunden, da erschien eine zweite Streifenhyäne und schlenderte langsam hinter der ersten hinter her. Mir blieb nichts weiter übrig als die beiden Tiere zu bestaunen und ihnen hinterher zu schauen.

Aufgeregt setzte ich mich auf einen der hohen Stühle, positionierte die Kamera vor mir und wartete...und wartete, aber die Streifenhyänen kamen nicht zurück. Stattdessen glaubte ich meinen Augen kaum zu trauen, als ich eine weitere Wildkatze zu sehen bekam. Aber eben auch nur zu sehen, ähnlich wie vor einigen Nächten das Stachelschwein, erschien die Katze nicht am Wasser, sondern schlich in der Entfernung vorbei. Ganz anders als eine Familie Weisschwanzmanggusten, die ganz in der Nähe in einem Termitenhügel zu wohnen schien. Vater, Mutter und Nachwuchs zeigten sich erst auf dem Termitenhügel und während das Junge dann auf dem roten Hügel auf mitgebrachte Nahrung wartete, verschwanden die Eltern in der Dunkelheit, erschienen mal am Wasser oder eben bei ihrem Nachwuchs. Aber die wuseligen Tiere hielten nicht eine Sekunde inne oder saßen still. Einmal saß eines der Elterntiere vor mir am Wasser, aber schon das leise Klicken beim Einschalten der Kamera reichte aus um das Tier misstrauisch werden zu lassen, als ich dann auch noch meinen Kopf hinter die Kameralinse beugte, war der nächtliche Räuber schon fast wieder verschwunden.
Aber die Tiere wussten warum sie so misstrauisch und aufmerksam waren, den irgendwann erschien eine Tüpfelhyäne und löschte lautstark ihren Durst! Dieses Raubtier ließ sich nicht wirklich stören und trank in aller Seelenruhe bis der Durst gelöscht war. Gegen Mitternacht verließ ich das Versteck um noch ein paar Stunden zu schlafen - schließlich hatten wir noch weitere spannende Wildbeobachtungen und auch einige Kilometer vor uns.

Nachts im Soroi Larsens Camp Photo Hide

Nachts im Soroi Larsens Camp Photo Hide
Nachts im Soroi Larsens Camp Photo Hide, Sandpiper Nachts im Soroi Larsens Camp Photo Hide, Tüpfelhyäne

Nachts im Soroi Larsens Camp Photo Hide, Tüpfelhyäne



Auch an unserem letzten Morgen im Samburu ließen wir es uns nicht nehmen früh zur Pirsch aufzubrechen, im Gegenteil, wir waren sogar noch etwas früher unterwegs. Erlebten einen fantastischen Sonnenaufgang am Ufer des Ewas Ngiro und entdeckten zu unserer großen Freude...nein nicht Leopard Nr. 6,...dafür aber die lang gesuchten Weibchen der Großen Kudus!
"Bingo! Fast alle Wünsche erfüllt. Die scheuen Streifenhyänen fotografieren wir beim nächsten Mal!", zwinkerte ich Petra zu und fuhr zum Frühstücken zurück in das Larsens Camp. Da wir nicht wussten, wie lange wir bis zu unserem nächsten Ziel brauchen würden, frühstückten wir am letzten Morgen im Samburu im Camp und ließen es uns noch einmal gut gehen. Spiegeleier, Bohnen, Speck und Würstchen, sollten schlimmstenfalls bis zum Abend reichen.

Großer Kudu, Weibchen - Samburu Reservat

Großer Kudu, Weibchen - Samburu Reservat

Großer Kudu, Weibchen - Samburu Reservat



Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von der Camp Staff, dem Manager und vor allem von Moses. Wir erklärten allen, dass es nur ein Abschied auf Zeit war und dass wir in Kürze zumindest wieder im Samburu sein würden dann vermutlich in der Samburu Lodge! Anschließen brachen wir auf und wurden am Gate noch von einer Familie Zwergmangusten überrascht. Unterwegs zum Gate in Archerspost freuten wir uns über jedes Stück Wild, was wir noch erblicken konnten, setzten unsere Fahrt aber fast ohne Unterbrechungen fort.

Zwergmangusten, Samburu

Zwergmangusten, Samburu

Unterwegs im Samburu Reservat
Frühstück im Larsens Camp, Samburu Frühstück im Larsens Camp, Samburu



- Teil IV -
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Giza, die schwarze Leopardin im Laikipia Gebiet


Boko Boko Guesthouse
Boko Boko - Porini, Restaurant and Guesthouse