Ein Reisebericht von:
Safari wangu, Reiseberichte und Infos


Text Jörg, Fotos Petra und Jörg Reinecke (digital)

Giza the black leopard from Laikipia


Zwischen sanften roten Elefanten und schwarzen Leoparden
- Eine Safari entlang des Ewaso Ngiro und in das Tsavo Gebiet -
- Oktober / November 2025 / Teil IV -




Zurück bei Giza der schwarzen Leopardin
Unser nächstes Ziel war spät und fast zufällig in unsere Safariplanung gerutscht und doch sollte der Aufenthalt etwas ganz Besonderes werden. Vor drei Jahren hatten wir nicht nur das Glück eine schwarze Leopardin im Laikipia Hochland zu beobachten, wir hatten sogar die unglaubliche Gelegenheit die schwarze Leopardin bei Paarungen mit einem normal gezeichneten Leoparden zu Beobachten und zu fotografieren. (Siehe Bericht: www.safari-wangu.de/2023mar_2.html) Die damaligen Paarungen waren ohne Befruchtung geblieben. Im Dezember 2024 erfuhr ich aus meinen guten Quellen, von der Trächtigkeit der schwarzen Leopardin, die auf den Namen Giza Marembo (dunkle Schönheit) getauft worden war. Zusammen mit Freunden wollten wir im März dieses Jahres versuchen die Leopardin mit ihren Jungen aufzuspüren. Aus familiären Gründen mussten wir aber leider unsere Safari nach nur 4 Wochen abbrechen und unsere Freunde alleine in das Abenteuer "Giza und Junge" entsenden. Am Ende hatten unsere Freunde das Glück Giza und einige weitere Leoparden zu finden. Nur leider die damals ca. drei Monate alten Jungen nicht. Natürlich blieb ich am Ball und verfolgte Sichtungen der schwarzen Leoparden im Internet. Holte Informationen über Freunde und Kontakte ein und wusste am Ende vermutlich besser wo sie sich Giza aufhielt als sie selbst. Das Problem war oder ist, seitdem die Existenz der Leopardin sich wie ein Lauffeuer verbreitet hatte, waren die vermeintlich einzigen Unterkünfte im Laikipia-Gebiet in denen die Leopardin sich zumindest nachts aufhielt auf Monate im Voraus ausgebucht. Aber ich gab nicht auf und fand ein kleines, sich im Aufbau befindendes Camp in der Nähe von Mpala, dem gesperrten Schutz- und Forschungsgebiet in dem sich Giza meist tagsüber aufhält. Dieses Camp war nun unser nächstes Ziel!

Für uns bedeutete diese Anreise zunächst, dem Mount Kenya entgegen bis Nanyuki zu fahren. Wir waren froh, dass zwar immer noch Gesteinsbrocken am Straßenrand lagen, die Fahrt bis Nanyuki aber ohne Hindernisse und Zwischenfälle verlief. In Nanyuki betankten wir beide Tanks des Land Cruisers randvoll und fuhren zunächst auf sehr schlechten, kaputten Asphaltpisten und später auf recht guten Sandpisten in Richtung Ol Jogi Ranch bzw. Mpala Research Conservancy. Nachdem wir die riesige Ol Jogi Farm passiert hatten, kamen wir auf eine abenteuerliche alte Eisenbrücke zu. Ein kleines Schild warnte: "weak bridge", also sozusagen altersschwache Brücke! Langsam überquerten wir die knarrende Brücke, machten wenig später irgendwo an der Strecke im Gelände eine kleine Pause, wurden zwischendurch kurz von ein paar in einem Schlammloch auf der Piste badenden Elefanten aufgehalten und erreichten dann das Mpala Gebiet. Unterwegs begegneten wir im Mpala-Gelände einigen Fahrzeugen der hier stationierten britischen Armee und fuhren am Ende entlang ihres Übungsgebietes.
"Please!" breitete ein britischer Soldat an einem Kontrollpunkt eine große Karte auf unserer Motorhaube aus.
"Just drive on this line and this road!", er zeigte mit dem Bleistift auf die Karte.
"On this side, we have live fire!" fuhr er fort.
"Ok, many thanks we are on our way to Ilmotiok Bridge!" antwortete ich.
"Ok, than you are safe, have a nice journy!", wurden wir freundlich verabschiedet.
"Live fire, Scharfschießen!" sah Petra mich fragend an, erinnerte sich dann aber auch an unseren Aufenthalt im Frühjahr 2023, als wir das Schießen zumindest gehört hatten und wir ein Gebiet nicht befahren durften, weil dort die Hubschrauber kreisten!

unterwegs in Richtung Mount Kenya
Ol Jogi Farm Ol Jogi Farm

Ol Jogi Farm
Ol Jogi Farm eine alte klapprige Brücke in Laikipia

eine alte klapprige Brücke in Laikipia
Pause, igendwo im Laikipia Hochland Pause, igendwo im Laikipia Hochland

Elefanten blockieren die Piste, Laikipia

Elefanten blockieren die Piste, Laikipia
unterwegs im Laikipia Hochland unterwegs im Laikipia Hochland

Ilmotiok Brücke, Laikipia



Auch wenn die Route letztendlich nicht allzu schwer zu finden war, waren wir doch froh ein wenig technische Unterstützung auf unserem Handy nutzen zu können. Organic Map ist zwar nicht immer mit den neuesten Karten ausgestattet, dafür aber offline nutzbar. Ganz abgesehen davon hatte uns das Team vom Ol Gaboli Camp eine sehr gute Wegbeschreibung zukommen lassen.

Letztendlich erreichten wir gegen halb vier das Ol Gaboli Camp. Vor Ort erwartete uns ein junges, hochmotiviertes Managerteam das sich aus einer Kenianerin, einer Südafrikanerin und zwei Engländern zusammensetzte, die alle ihre Erfahrungen im Safari-Business in Südafrika gemacht hatten. Angefangen vom Safari-Guide bis hin zum Lodge- Manager hatten sie schon gearbeitet. Nun wollten sie gerne etwas Neues, etwas Eigenes auf die Beine stellen. Von der ersten Sekunde an waren uns die vier, die von einen guten Team vor Ort unterstützt wurden, sehr sympathisch und wir wussten, dass dieser kurze Aufenthalt nicht unser letzter war. Aber gerade weil wir dieses Mall nur drei Nächte bleiben konnten, wollten wir natürlich genau wissen, ob man auch von diesem Camp eine Chance hatte die schwarze Leopardin Giza zu finden! Wir bezogen also nur kurz unseren halb offenen Banda, ließen uns kurz in die Abläufe im Camp einweisen und fuhren dann schon unter Williams fach- und vor allem ortskundiger Führung in Richtung Mpala Conservancy.

Ol Gaboli Camp - Laikipia

Ol Gaboli Camp - Laikipia

Ol Gaboli Camp - Laikipia
Ol Gaboli Camp - Laikipia Ol Gaboli Camp - Laikipia

Ol Gaboli Camp - Laikipia
Ol Gaboli Camp - Laikipia Ol Gaboli Camp - Laikipia

Ol Gaboli Camp - Laikipia

Ol Gaboli Camp - Laikipia

Ol Gaboli Camp - Laikipia



"Are you ok with a river crossing?" fragte William mich, als wir das Camp verlassen hatten.
"Yes of course, if there is a crossing point!" antwortete ich selbstbewusst.
"Go rigth!" zeigte William den Weg an. Kurz darauf standen wir am Ufer des Ewaso Ngiro, der hier nur klein und schmal war. Vor uns sahen wir eine Furt durch den kleinen Fluss, die am Ufer zwar matschig, aber durchaus machbar war. Vorsichtshalber schaltete ich aber trotzdem die Allradübersetzung ein und durchquerte dann mühelos das Wasser.
"That saves us a 20-minute detour via the bridge!" erklärte William uns und zeigte mit der ausgestreckter Hand geradeaus. William sollte uns natürlich nicht nur den Weg in Gizas Revier zeigen, sondern uns vor allem dabei helfen, die schwarze Leopardin zu finden. Und Wlliam war nicht nur ein guter Guide und Spotter, wie er uns unterwegs immer wieder bewies, er hatte auch unbezahlbare Kontakte. So erreichten wir nicht nur nach dreißig Minuten Gizas Revier, sondern fanden auch relativ schnell die gesuchte Leopardin! Schon von unseren Begegnungen vor drei Jahren wussten wir, dass Giza alles andere als scheu war, im Gegenteil manchmal schien es sogar, als suche sie die Nähe von Fahrzeugen. Zwar hatten wir 2023 schon das Glück Giza auch tagsüber zu sehen, die wenigen Menschen die die Leopardin bisher gesehen hatten, hatten sie aber meist nur Nachts erlebt. Lange Zeit galt sie als dunkler Geist in der Dunkelheit. Jede Begegnung mit dieser außergewöhnlichen Leopardin ist ein besonderes Erlebnis. Ihr schwarzes, glänzendes Fell, welches bei richtigem Lichteinfall, die gefleckte Zeichung eines Leoparden durchschimmern lässt, ist nicht unbedingt die beste Tarnung in der Savanne, aber umso besser lassen sich ihre geschmeidigen Bewegungen im beigen Grasmeer beobachten. Und das ihre dunkle Farbe kein wirkliches Handycap ist beweist sie mit ihren Jagderfolgen immer wieder. Wir waren auf jeden Fall rundum glücklich diese ungewöhnliche Raubkatze gleich am ersten Tag wiederzusehen und ihr mehr als eine Stunde lang bis in die Dämmerung hinein folgen zu können.

Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia

Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia

Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia
Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia

Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia

Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia

Giza, schwarzer Panther, Leopard in Laikipia


"Wow, what a perfect start! Let´s have a quick sundowner!" schlug ich vor und stoppte den Wagen.
"Oh, sorry I don´t have a coolbox with me!" entschuldigte sich William.
"Don´t worry, we are very well equipped!" lachte Petra
Dann verteilte ich Cola an William, Gin & Tonic an Petra und schenkte mir selbst den verdienten Whisky ein. Während wir vor dem Land Cruiser standen und immer wieder die Umgebung ausleuchteten, genossen wir den Ausklang des Tages und empfanden William als sehr angenehmen Safaripartner. Natürlich führte er uns auch zielsicher durch die völlige Dunkelheit zurück zum Camp, wo wir den Tag mit einem unerwartet guten und leckeren Dinner beendeten. Die Flussdurchfahrt, die in der Dunkelheit etwas schwieriger war, meisterten wir in umgekehrter Richtung ebenfalls ohne Probleme.
"Normally there should be light in the tent up to 4 or 5, not sure!" erklärte uns Ludo, einer der Manager, dass aktuell nur Solarlicht zur Verfügung steht und man noch auf größere Speicherbatterien aus London wartete. Insgesamt war das ganze Camp eigentlich noch im Aufbau. Angefangen mit einem übernommenen, etwas heruntergekommenen Zeltcamp mit alten, baufälligen Bandas ohne Moskitogaze, hatte man inzwischen zumindest den Banda hergerichtet, den wir bewohnten. Auch wenn in der Dusche das Wasser noch einige Zentimeter hoch stand, die Moskitogaze rund um den halboffenen Banda nicht mit der Mauer abschloss und somit offen für alles war und eben nur für Strom bis kurz vor dem Aufstehen gesorgt war, uns gefiel es. Und schließlich wurde ja an allem gearbeitet. Die Manger selbst schliefen aktuell noch in kleinen Zelten!

Vorgewarnt präparierten wir uns mit Taschenlampen und unserer eigenen Ausrüstung aus dem Fahrzeug. Nicht, dass wir uns im Halbdunkel des Bandas gefürchtet hätten, aber für Petra war es immer ein kleines Abenteuer, ohne vernünftiges Licht die Kontaktlinsen einzusetzen. Wir hatten unsere Abfahrt vom Camp auf Williams Rat hin für 5 Uhr angesetzt und vorher gab es natürlich noch den traditionellen Keks und heißen Tee.
Pünktlich und gespannt auf neue Begegnungen mit der schwarzen Leopardin fuhren wir aus dem Camp. Ich war mir nicht sicher, ob der Fluss über Nacht angestiegen war, denn zunächst konnte ich die selbst angelegte Fahrspur nicht richtig erkennen. Doch dann fuhren wir ohne Probleme in den Fluss, kamen aber leider nur mit den Vorderreifen auf der anderen Seite an. Der Rest des tonnenschweren Land Cruisers steckte im Flussbett fest.
"Aufgestezt!" stellte ich nach einem ersten Blick mit der Taschenlampe unter den Land Cruiser fest!
"we are hanging with the diff and the axle on the ground!" rief ich William zu, der schon mit hochgezogener Shuka in den Fluss gestiegen war.
"No chance to shovel,we need somebody to get us out!" erklärte ich nachdem ich mehrfach versucht hatte den Land Cruiser mit eigener Kraft und eingeschalteten Differenzialsperren aus dem Schlamm zu befreien. Der Wagen war mit zwei gefüllten Kraftstofftanks einfach zu schwer.
"Ok!" antwortete William und lief durch den Fluss zurück zum Camp. Als er 30 Minuten später, die Sonne war inzwischen aufgegangen, mit ungefähr 7 oder 8 Helfern aus dem Camp zurück kam, sah ich ihn verdutzt an.
"There is no car in the moment, but this guys will push us out!" erklärte er zuversichtlich!
"Never, we are to heavy!" antwortete ich, setzte mich aber dennoch in den Wagen und wir versuchten vergeblich mit Hilfe der Manpower den Wagen zu befreien. Kurze Zeit später erschien Ludo mit dem alten Land Rover Defender aus dem Camp. Ludo nutzte eine andere, von großen Steinen gebildete Passage durch den Fluss, die ich am Vortag so nicht wahrgenommen hatte und in der Dunkelheit schon gar nicht gesehen hatte. Wobei ich mir auch nicht sicher war ob ich diesen Weg mit dem langen Radstand des Land Cruisers hätte meistern können. Aber egal nun hatten wir ja ein Fahrzeug vor uns um geborgen zu werden...dachten wir. Vielleicht war es Ludos erste Rettungsaktion dieser Art, vielleicht lag es auch nur an dem sturen, hakeligen Getriebe des alten Land Rovers.
"Go very slowly so long as I tell you speed!", versuchte ich noch zu erklären, dass das Abschleppseil erst auf Spannung gebracht werden muss. Aber das war es schon zu spät. Der Motor des Land Rovers heulte auf, das Fahrzeug schoss mit einem Satz nach vorne und das schwere Drahtseil flog uns um die Ohren. Die Öse war abgerissen! Zum Glück hatte niemand etwas abbekommen und die Autoscheiben waren auch heil geblieben. Jetzt wussten wir zumindest wie es nicht geht und mussten sowieso erst einmal das Abschleppseil wieder instand setzen. Nach einiger Zeit erschien ein Irvine, ein weiterer Manager aus dem Camp mit einem Toyota Pick Up, verknotete kurzerhand das schwere Drahtseil und zog uns mühelos aus dem Schlamassel. Als dann noch Rebecca mit einem Teller voller, noch warmer Mandazi, barfuß durch den Fluss gewatet kam, war der Morgen gerettet.

früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia
früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia

früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia
früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia

früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia
früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia früh morgens festgefahren im Flussbett, Laikipia

kleine Stärkung aus dem Ol Gaboli Camp, Mandazis



Etwas verspätet aber gut gelaunt setzten wir unsere Pirschfahrt in Richtung Giza fort und hatten Glück. Unterwegs begegneten wir zunächst einmal den typischen Wildarten hier oben im Laikipia Plateau bzw. im nördlichen Kenya. Neben Dik Diks und Grant Gazellen, trafen wir auf Netzgiraffen, Grevy und Steppen Zebras. In Revier der schwarzen Leopardin angekommen spürten wir dann auch relativ schnell Giza auf und zu unserer großen Freude und Begeisterung führte sie uns zu ihren beiden, inzwischen schon recht großen Jungen. Im Gegensatz zu Giza, waren sowohl ihre Tochter Zawadi (Geschenk), als auch ihr Sohn Nyota (Stern) normal gezeichnet. Die Jungen waren im Oktober bereits zehn Monate alt. Während ihr Sohn selbstbewusst um uns herum durch die Büsche tobte, war ihre Tochter etwas zurückhaltender und scheuer. Wobei wir Mutter und Tochter bei der gemeinsamen, wenn auch erfolglosen, Jagd auf ein Dik Dik beobachten durften.
Immer wieder kam es zu liebevollen Berührungen, Ablecken und schnurrendem Kuscheln zwischen Mutter Giza und ihrem Nachwuchs. Irgendwann am späten Vormittag zog Giza sich mit beiden Cubs in einen schattenspenden Busch am Ufer des Ewaso Ngiro zurück und wir nutzte die Zeit ganz in ihrer Nähe für ein spätes Frühstück.


Netzgiraffe auf der Pste, Laikipia

Netzgiraffe und Steppenzebra, Laikipia

Netzgiraffe, Grevy- und Steppenzebra, Laikipia

Steppen- und Grevyzebras, Laikipia
Günthers Dik Dik, Laikipia Game Drive im Mpala Gebiet, Laikipia

Grevyzebras auf der Piste, Laikipia

Grevyzebra, Laikipia

Im Revier der schwarzen Leopardin Giza, Laikipia

Giza, schwarzer Leopard / Panther, Lakipia Giza, schwarzer Leopard / Panther, Lakipia

Giza, schwarzer Leopard / Panther, Lakipia
Nyota, Sohn der schwarzen Leopardin Giza Giza, schwarzer Leopard / Panther, Lakipia

Nyota, Sohn der schwarzen Leopardin Giza

Nyota, Sohn der schwarzen Leopardin Giza

Nyota, Sohn der schwarzen Leopardin Giza
Nyota, Sohn der schwarzen Leopardin Giza Nyota, Sohn der schwarzen Leopardin Giza

Giza und ihr Nachwuchs, schwarzer Leopard / Panther mit Nachwuchs

Zawadi, Tochter der schwarzen Leopardin Giza / Panther
Zawadi, Tochter der schwarzen Leopardin Giza Zawadi, Tochter der schwarzen Leopardin Giza

Zawadi, Tochter der schwarzen Leopardin Giza

Zawadi, Tochter der schwarzen Leopardin Giza

Zawadi, Tochter der schwarzen Leopardin Giza
Giza und Tochter Zawadi jagen Dik Dik Giza und Tochter Zawadi jagen Dik Dik

schwarzer Leopard / Panther; Giza und ihre Jungen

schwarzer Leopard / Panther; Giza und ihre Jungen

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Giza und ihr Sohn Nyota

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi

schwarzer Leopard / Panther; Nyota, Giza, Zawadi



Bis zum Mittag blieben die Leoparden für uns verborgen, sodass wir unsere Pirschfahrt mit der Suche nach anderem Wild nach unerem Bushfrühstück fortsetzten und gleichzeitig langsam in Richtung Ol-Gaboli-Camp zurückfuhren. Das Laikipia-Gebiet war im Prinzip die Heimat der gleichen Wildarten , denen wir im Samburu- und im Buffalo-Park begegnet waren. Auch wenn die Elefanten in Laikipa nicht halb so entspannt waren, wie die im Samburu. Neben den wenigen Elefanten freuten wir uns besonders über die Begegnung mit einem weiteren stattlichen Kudu-Bullen und beobachteten eine ganze Weile einen Singhabicht, der trotz des lautstarken Protestes der tapferen Eltern, versuchte das Gelege eines Kronenkibitz Pärchens zu plündern. Günther Dik Diks bekammen wir fast hinter jedem Busch zu sehen. Die kleinen, flinken Antilopen sind neben Hasen und Kaninchen die Hauptbeute der Leoparden im Laikipia-Hochland.

Auf der Suche nach dem schwarzen Leoparden; Buschfrühstück in Laikipia
Bushbrakfast in Laikipia Bushbrakfast in Laikipia

Großer Kudu Bulle, Laikipia

Großer Kudu Bulle, Laikipia

Großer Kudu Bulle, Laikipia
Östlicher Singhabicht Kronenkibitz

Günters Dik Dik, Laikipia



Die heißen Mittagsstunden verbrachten wir an beiden Tagen jeweils im Ol Gaboli Camp, wo es neben etwas Ruhe auch noch einiges für uns abzusprechen und für zukünftige Safari zu organisieren gab. Außerdem freuten wir uns darüber, dass unsere inzwischen 35-jährige Erfahrung im Bush gefragt war, gab es doch an den Bandas noch einiges zu verändern. Grundsätzlich hatte das junge Manger Team auch so noch einige ehrgeizige Ziele und wir freuten uns jetzt schon, die Entwicklung des Camps miterleben zu dürfen. Noch vor Ort fingen wir an unsere Rückkehr zu planen und zu besprechen. Aber natürlich blieb auch noch ein wenig Zeit für einen kleinen Mittagsschlaf!

Lunch im Ol Gaboli Camp, Laikipia
Lunch im Ol Gaboli Camp, Laikipia Lunch im Ol Gaboli Camp, Laikipia

unser Banda im Ol Gaboli Camp, Laikipia

unser Banda im Ol Gaboli Camp, Laikipia
unser Banda im Ol Gaboli Camp, Laikipia unser Banda im Ol Gaboli Camp, Laikipia

Ol Gaboli Camp am Ufer des Ewaso Ngiro, Laikipia



Nach dem wir unser leckeres Lunch am Flussufer beendet hatten, kehrten wir zusammen mit William auf direktem Weg zurück in das Gebiet, in dem wir Giza am Vormittag verlassen hatten. Nahmen aber dieses Mal den Umweg über die Brücke in Kauf, um nicht wieder im Fluss stecken zu bleiben. Kaum im Revier der Leopardin angekommen, schafften wir es dank Williams ausgeprägter Ortskenntnisse und seiner guten Augen die schwarze Leopardin schnell aufzuspüren und den ganzen Nachmittag mit ihr zu verbringen. Zwar bekamen wir die beiden Jungen von Giza nicht noch einmal zu sehen, durften dafür aber zusehen wie die schwarze Raubkatze versuchte Dik Diks und Hasen für sich und ihren Nachwuchs zu erbeuten. Die eigentlich geschickte Jägerin schlich immer wieder verschiedene Dik-Dik an, wurde aber jedes Mal frühzeitig entdeckt und die wendigen Miniantilopen entkamen. Bis zum Einbruch der Dämmerung blieb die Leopardin erfolglos. Mit dem letzten Licht des Tages zog sie in ein Gebiet, in das wir ihr nicht folgen durften.

Black Panther, schwarzer Leopard, Giza; Laikipia

Black Panther, schwarzer Leopard, Giza; Laikipia
schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza auf der Pirsch, Laikipia



Wieder genossen wir unseren Sundowner irgendwo im Nirgendwo, wurden auf der Fahrt zum Camp urplötzlich von einem Elefanten Bullen überrascht und erreichten dann gegen 20 Uhr das Ol-Gaboli-Camp. Im Camp tauschten wir an der Bar mit dem Camp Team bei einem weiteren kühlen Drink die neuen und alte Erlebnisse aus und nahmenanschließend ein sehr gutes Dinner zu uns. In der Ferne hörten wir Hyänen und auch das Brüllen eines Löwen. Was geau der richtige Sound für unseren verdienten Schlaf war.

nächtliche unerwartete Begegnung mit einem Elefanten neben der Piste, Laikipia



Auch wenn wir am frühen Morgen, kurz vor dem Aufstehen, wieder das Brüllen der Löwen vernommen hatten, wollten wir die drei Tage im Laikipia-Gebiet ausnahmslos Giza widmen. Wir wollten herausfinden, wie standorttreu sie war, unsere Ortskenntnisse in ihrem Revier verbessern und sie am liebsten auch einmal nach einer erfolgreichen Jagd beim Fressen beobachten. Die Voraussetzungen waren hervorragend, wir hatten einen wunderschönen, warmen und wolkenlosen Morgen. Bevor wir jedoch die Leopardin aufspüren konnten, begegneten wir ein weiteres mal dem großen Elefanten Bullen, der alleridngs bei Tageslicht um einiges entspannter war als in der dunklen Nacht. Außerdem stießen wir auf einige Tüpfelhyänen, die sich in den Resten eines selbsterlegten oder gestohlenen Kadavers suhlten. Vielleicht hatten sie die Beute ja sogar der Leopardin stehlen können. Denn diese entdeckten wir dank Williams Adleraugen (und meinem Fernglas) ganz in der Nähe und ließ sich von begannen ihr vorsichtig zu folgen. Im Gegensatz zum eher offenen Samburu-Reservat bedeutete die Beobachtung und Verfolgung eines Raubtiers in Laikipia allerdings ständiges Offroad-Fahren, was hier oben aber erlaubt war. Erlaubt oder nicht, das Fahren durch meterhohes Gras, durch Büsche und über kleinere Bäume war durchaus eine Herausforderung für mich. Das gleichzeitige Spotten, Fahren und Fotografieren war sehr anspruchsvoll und ohne Williams Hilfe hätten wir das nicht so gut gemeistert. Nicht nur, dass William ein ums andere Mal oben auf dem Dach des Cruisers stehend die Leopardin für uns wiederentdecken musste, nein, dass Gelände forderte von uns auch die ein oder andere Befreiungsaktion von einem unter dem Wagen verkeilten Gesteinsbrocken. Dass die Leopardin bei einer dieser spontanen und meist schnellen Aktionen nur wenige Meter hinter William den Weg kreuzte oder dass sich Petra beim Ausweichen vor dem unkontrolliert wegrollenden Land Cruiser in Sicherheit bringen musste und sich dabei die Beine blutig aufriss, erwähnen wir hier nur am Rande. Immer befreiten wir uns recht schnell aus den misslichen Lagen, sodass wir Giza nie aus den Augen verloren.
"There, she is there!" zeigte William hinter einen Bush.
"I know, but I´m sure she will come this way and on the other side we love to watch her, it´s not needed to have 1000 of the same picture. Let us give her enough space to hunt!" erklärte ich William und erntete anerkennende Worte:
"Other driver can learn from you!"
Unsere Taktik und Fahrweise zahlte sich aus, immer wieder konnten wir Giza beim Anschleichen oder sogar Anspringen der Beute beobachten, wenn auch am Ende des dritten Tages immer die Beutetiere die Sieger blieben und wir die schwarze Leopardin nicht mit Beute im Maul erleben durften. "Thats nature and thats we are coming back!" zwinkerte ich William zu, als er sich fast entschuldigen wollte, dass er uns keine erfolgreiche Jagd zeigen konnte und wir in der Dunkelheit zurück zum Camp fuhren.

Für unseren letzten Abend hatte William uns unser Dinner vor der Feuerstelle aufbauen lassen, den auf ein eigentlich geplantes Bushdinner hatten wir verzichtet um mehr Zeit mit Giza verbringen zu können!

mächtiger Elefantenbulle, Laikipia

Tüpfelhyänen im Revier des schwarzen Leoparden, Laikipia

Tüpfelhyänen im Revier des schwarzen Leoparden, Laikipia

Tüpfelhyänen im Revier des schwarzen Leoparden, Laikipia

Tüpfelhyänen im Revier des schwarzen Leoparden, Laikipia

auf der Suche nach dem schwarzen Panther / Leopard; Giza

Black Panther / schwarzer Leopard; Giza, Laikipia
Black Panther / schwarzer Leopard; Giza, Laikipia Black Panther / schwarzer Leopard; Giza, Laikipia

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

Günthers Dik Dik, Gizas bevorzugte Beute, Laikipia

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

Buschfrühstück im Revier der schwarzen Leoparden; Giza, Laikipia
Buschfrühstück im Revier der schwarzen Leoparden; Giza, Laikipia Buschfrühstück im Revier der schwarzen Leoparden; Giza, Laikipia

Buschfrühstück im Revier der schwarzen Leoparden; Giza, Laikipia

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche
schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche
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schwarzer Leopard! Giza auf der Pirsch und Beutesuche

schwarzer Leopard Giza entdeckt vermeintliche Beute, Laikipia

schwarzer Leopard Giza entdeckt vermeintliche Beute, Laikipia

schwarzer Leopard Giza entdeckt vermeintliche Beute, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza verfehlt Beute nur knapp, Laikipia

schwarzer Leopard, Giza verfehlt Beute nur knapp, Laikipia

Black Panther /schwarzer Leopard, Giza
Fleckenuhu, Laikipia Fleckenuhu, Laikipia

ready for Dinner, Ol Gaboli Camp, Laikipia ready for Dinner, Ol Gaboli Camp, Laikipia




Nach leider nur drei Tagen im Ol Gaboli Camp im Laikipia-Hochland verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden und fuhren zunächst über Nanyuki zurück nach Nairobi.

An den beiden darauffolgenden Tagen ließen wir den defekten Reifen ersetzen, den Land Cruiser gründlich reinigen und fuhren in eines der großen Einkaufszentren, um für die nächsten Tage einzukaufen. Im Lumo waren neun Tage Selbstverpflegung geplant, dementsprechend groß fiel der Einkauf aus. Lebensmittel und Getränke für mehr als eine Woche im Fahrzeug und im vorhandenen Autokühlschrank unterzubringen, war dann ebenfalls eine kleine Herausforderung, für die wir allerdings schon ein wenig Erfahrung hatten. Die Nächte verbrachten wir ebenfalls mit Selbstverpflegung in einem großen Apartment, das uns von Freunden überlassen wurde. Mit ihnen verbrachten wir zudem einen sehr schönen Abend im Garten auf auf der Terrasse im großen Garten.

Dromedare, Laikipia

kurze Pause in Nairobi kurze Pause in Nairobi
kurze Pause in Nairobi kurze Pause in Nairobi



Nach zwei Nächten in der Hauptstadt ging es weiter in Richtung Küste. Unser Ziel war das Lumo Conservancy am Rande des riesigen Tsavo-West-Nationalparks. Dort hatten wir mit den Leopards Lair Cottages die perfekte Unterkunft für Selbstversorger gefunden. Seit die Cottages, ebenso wie die Soroi Limos Bluff Lodge und das Soroi Cheetah Camp, von Sunworld übernommen worden waren und wir bei der Gestaltung der Unterkünfte mitentscheiden durften, war das Lumo-Reservat ein fester Bestandteil unserer Safaris geworden. Das Reservat war zu einem kleinen Zuhause in der Wildnis für uns geworden. Dank guter Freunde und Kontakte, die meist täglich im Reservat anwesend waren, hatten wir das ganze Jahr über einen sehr guten Überblick über die Wetterverhältnisse und vor allem die Wildbewegungen - wobei uns in erster Linie die Raubkatzen interessierten. Ganz abgesehen von der Möglichkeit Nachtpirschfahrten im Reservat zu unternehmen.

- Teil V -
Durstige Elefanten und die Löwen vom Lions Rock

(hier gehts weiter - continue!)



Night Game Drive, Löwen im Lumo Conservancy


Boko Boko Guesthouse
Boko Boko - Porini, Restaurant and Guesthouse