Ankunft an der Küste und vier entspannende und tierreiche Wochen am Indischen Ozean
Wir hatten in den letzten zwei Wochen viel erlebt und gesehen sowie etliche Kilometer mit dem Land Cruiser hinter uns gebracht.
Nun, im Boko Boko wollten wir viel Zeit mit Freunden, kleineren Exkursionen und viel Sonne, Strand und Meer verbringen, ehe es
wieder zurück in die Wildnis von Laikipia und Lumo gehen sollte. Aber erst einmal hieß es: Ankommen, Ausladen, Einräumen,
die
"Familie" begrüßen und dann möglichst rasch den entschleunigten Rhythmus der Küste annehmen. Letzteres fiel uns eigentlich nie
schwer und wurde uns am ersten Abend durch einen längeren Stromausfall sehr einfach gemacht. Im Schein unserer Notlampe
räumten wir nur noch das Notwendigste zur Seite und verschwanden dann im überdimensionalen Bett unseres Bungalows.
Am nächsten Morgen musste ich zwar noch einmal früh aus den Federn, um, wie mit Baraka vereinbart, den Land Cruiser zu
übergeben, damit dieser zurück nach Nairobi gebracht werden konnte. Fast etwas wehleidig blickte ich dem zuverlässigen
Geländewagen hinterher, als dieser vom Gelände rollte. Aber natürlich blieben wir auch an der Küste mobil und nahmen gegen
Mittag wieder einen kleinen Toyota-PKW in Empfang, mit dem es dann auch gleich am nächsten Morgen zu Karsten und Christiane
zum entspannten Waschtag ging!.


------------------------------------------ Ende der gemeinsamen Safari ------------------------------------------








In den folgenden vier Wochen verbrachten wir viel Zeit im Boko Boko und erlebten in dem vertrauten, tropischen Garten so
manche tierische Überraschung. Natürlich huschten immer wieder verschiedene Skinke (Echsen) und Geckos vor unseren Füßen oder
an den Wänden und Bäumen vorbei. Selbst flinke, harmlose Nattern schlängelten sich vor unseren Augen flink durch die Äste oder
präsentierten sich mit ungewöhnlicher Beute. Auch Frösche sahen wir wieder viele verschiedene Arten und freuten uns besonders
über die inzwischen öfter mal zu sehenden schwarz-roten zweistreifigen Wendehalsfrösche (Phrynomantis bifasciatus). Besonders
freuten wir uns aber über die verschiedenen Säugetiere, die man im immergrünen Garten beobachten konnte. Angefangen mit den
tagaktiven grünen Meerkatzen oben in den Bäumen bis hin zu den meistnachtsaktiven Tieren wie Fledermäusen, Flughunden,
Weißbauchigeln, den harmlosen großen Hamsterratten und nun endlich auch mal wieder Ginsterkatzen. Von den beiden
Weißbauchigelbabys, kam für einen der beiden kleinen jede Hilfe zu spät. Wobei wir am Ende auch den zweiten kleinen Kerl nicht
durchbringen konnten. Die großen Hamsterratten hingegen
hatte ich im November letzten Jahres das erste Mal im Garten entdecken können, damals waren aber alle Begegnungen nachts und
zufällig. Extra für diese Riesennager hatte ich nun auf dieser Reise eine Fotofalle dabei. Tatsächlich dauerte es nur zwei
Nächte und eine Handvoll ausgelegter Kokosnussköder, um ihre Verstecke oder Wanderrouten im Garten aufzuklären, und dann
gelang es mir auch, mit viel Geduld, mit einer normalen Kamera Bilder von den interessanten, intelligenten Tieren zu bekommen.
Dass die Fotofalle dann auch noch eine Ginsterkatze einfing, war ein schöner Nebeneffekt, hatten wir diesen nachtaktiven Jäger
doch ganz woanders auf dem großen Grundstück vermutet. Einer der wenigen Regentage trieb dann neben den Fröschen auch wieder
viele große Achatschnecken und Schnurrfüßler aus ihren Verstecken. Es war also alles andere als langweilig zwischen den vielen
Palmen, Baobabs und den gigantischen Bambuspflanzen.

Boko Boko Bungalows - Kikambala, Mombasa North Coast



































Zwischendurch besuchten wir Karsten und Christiane, fuhren zusammen nach Kilifi, wo man uns im Boatyard mit einem ganz
besonderen Lunch überraschte. Unternahmen Abstecher mit dem Boot in den Mtwapa Creek, wobei wir unterwegs einige grüne
Meeresschildkröten und im Creek selbst eine Echte Karettschildkröte beobachten konnten. Föllig unerwartet legte in einer der
Nächte die wir am Jumba Beach bei Karsten und Christiane verbrachten, eine Grüne Meeresschildkröte ihre Eier direkt neben dem
Strandzugang ab. Leider ohne dass wir etwas mitbekommen hatten, sodass uns nur die Spuren im Sand blieben. Außerdem genossen
natürlich die gemeinsamen Tage und Abende am Pool, am Jumba-Strand sowie den Besuch des Monsoon-Restaurants. Nicht zu
vergessen unsere zelebrierten Sundowner.
Kilifi Food Movement


Kilifi Boatyard - Kilfi






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Wir selber gönnten uns zwischendurch auch drei Nächte am Goldstrand von She Chale, wo wir in der gleichnamigen Anlage direkt
am Strand einen Bungalow bezogen. Das She Chale war eine willkommene Mischung aus Safari und Strandaufenthalt und es waren
abgesehen von einer etwas nassen Anreise und dann auch wieder Abreise drei wunderschöne und irgendwie ganz andere Tage. Im
Gegensatz zum schneeweißen Strand am Diani Beach war der Strand dort eher dunkel, dafür aber von feinem, glitzerndem Glimmer
überzogen, sodass man meinen könnte, man liefe über Goldstaub. Anstatt vieler Hotels säumten den Strand bizarre Sanddünen und
Buschwerk. So ganz nebenbei entdeckten wir nach den Hamsterratten im Boko Boko, einige Palmratten in den Bäumen rund um
unseren Beach Bungalow.
In den Dünen wuchsen Palmen und trieben Hirten ihre Ziegen durch die karge Landschaft. Natürlich war man nicht ganz alleine am
Strand … aber fast! Ganz sicher war es nicht unser letzter Aufenthalt im She Chale, auch oder gerade weil unsere An- und Abreise
etwas nass waren.


She Chale - Malindi, Kenya North Coast





















Auch einen kurzen Abstecher an die Südküste hatten wir unternommen, im Nomad gefrühstückt, einen kleinen Strandspaziergang
unternommen und liebe Bekannte besucht. Genauso wie wir wieder einmal einen Nachmittag am Shanzu Beach im für uns immer noch
schönsten Hotel an der Nordküste, dem Mombasa Serena Hotel, verbrachten.
Ansonsten waren wir gefühlt jeden Tag am Kuruvitu Beach und genossen Sonne, Strand, das Meer und leckere Kleinigkeiten zum
Lunch, während wir unser Dinner im zum Boko Boko gehörenden "Porini Restaurant" einnahmen und genossen.

Diani Beach - Kenya South Coast


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Mombasa - Serena Hotel / Shanzu Beach - Kenya North Coast



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Kuruvitu Beach / Vipingo - Kenya North Coast




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Family and Boko Boko Bungalows - Porini Restaurant






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